RTA kommentiert Entwurf zur Frequenzverordnung

Störungen, störende Beeinflussungen
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dj2wl
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RTA kommentiert Entwurf zur Frequenzverordnung

Beitrag von dj2wl » Mo 12. Nov 2012, 20:55

DARC-Meldung vom 12.11.12

Der Runde Tisch Amateurfunk (RTA) hat am 9. November den Entwurf einer neuen „Frequenzverordnung“ kommentiert und seine Anmerkungen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zugesandt. Inhaltlich führt der RTA beispielsweise die Löschung einer Fußnote zur Leistungsbeschränkung im 160-m-Band und die Definition der maximalen Strahlungsleistung im neuen Mittelwellen-Amateurfunkband 472 bis 479 kHz an....


Was nutzt uns das? Kommt die neue PLC-Norm, ist eh Schicht im Schacht. Wir Funkamateure würden es begrüssen, wenn der DARC/RTA endlich was gegen die PLC-Lobby unternimmt. Es ist bereits fünf nach zwölf!

73 de Wolfgang

dj4ct
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Beitrag von dj4ct » Di 13. Nov 2012, 10:30

Hallo Wolfgang,

Die Frequenzverordnung hat erfreulicherweies nun nichts mehr mit PLC zu tun. Dazu wurde die PLC-freundliche Fußnote 30 überall auch aus den Amateurfunkbereichen entfernt.
Damit wurde PLC in den Bereich elektronische Geräte, wie es die VO-Funk vorsieht, zurückverwiesen.
Der RTA hat genau diese Situation mit einem eigenen Schreiben an die BNetzA noch einmal verifiziert. wobei seitens der BNetzA die vollunfängliche Gültigkeit der VO-Funk hinzukam.
Insofern ist hier deutlich etwas seitens DARC und RTA geschehen. Man muss halt gelegentlich die VO-Informationen lesen. Obiger Sachverhalt fand etwa im Mai/Juni 2011 statt.

Und derzeit hat doch immerhin der qualifizierte! Widerspruch einiger Mitglieder dazu geführt, dass dem PLC-Normentwurf seitens des DARC und RTA entgegen dem ursprüglichen Vorhanben nicht zugestimmt wurde. Welche Bedeutung das Thema für alle Mitglieder hat, kannst Du an dem extrem hohen Zugriff auf diesen Teil der EMV-Seite erkennen, wahrscheinlich der Höchste bisher.
Das sehe ich als Erfolg.

Natürlich haben wir damit diese EU-Norm noch nicht vom Tisch. Wenn Du die rechtlichen Aspekte von Om Karl Fischer, DJ5IL auf seiner Homepage nachliest, bestehen vermutlich auch erhebliche rechtliche Bedenken zum Zustandekommen diese Normenentwurfs innerhalb der EU. Das sind ganz andere Dimensionen und wenn wir dagegen vorgehen wollen, muss das mit erheblichen Insidersachverstand geschehen und Geld müssen wir dazu auch in die Hand nehmen.
Du und andere Mitglieder müssen bereit sein, den DARC-Klagefond noch erheblich aufzustocken. Das wäre z. B. der AR-Beschluss, den Abzug von 1 Euro/Mitglied wirksam werden zu lassen.

Es stellt sich für mich als EU-Bürger die grundlegende Frage, in welcher Weise der ganz intensiv von der Lobby gesteuerte EU-Laden in Brüssel eigentlich vom Bürger legitimiert ist. Das europäische Parlament hat nun nicht allzuviel mitzureden. Die Regierungen kungeln am Bürger vorbei ihre Anliegen aus und der EU-Laden wird immer teurer und hoffnungslos bürokratisch. Wenn man dort eine neue Behörde aufmachen kann, ist man sehr intensiv dabei. Das gibt neue hochdotierte Stellen.

Insgesamt Wolfgang, nicht einfach, sich dort richtig zu bewegen und die anderen EU-Amateurfunkverbände mit ins Boot zu holen.

Derzeit habe ich Hoffnung, dass der Vorstand des DARC nun doch neue und wahrscheinlich erfolgreiche Wege geht. Die Mitglieder werden mit einbezogen aber auch gefordert sich mit der relativ komplexen Materie auseinanderzusetzen. Allerdings bewegt sich das mental nicht in der Dimension eines 'Bausatzes'.
Natürlich gehört auch etwas Mut dazu, sich in unseren Medien sprich CQDL kritisch sachlich mit den Dingen auseinanderzusetzen.
Das werden wir nicht von heute auf morgen erreichen können aber es wird sicher kommen.

73 de Lebrecht, DJ4CT

dk5ba

Beitrag von dk5ba » Di 13. Nov 2012, 16:31

Ein HALLO den Diskutanten ....

Lebrecht, DJ4CT, hat es ja angedeutet.
Im Orchester der Wirtschaftsintessenten ist der AFU (DARC ) ein sehr
kleines Licht.
Um die Wichte des AFUs in diesem Problemfeld zu stärken, ist der Kon-
takt zu Organisationen der Legislative nicht ausreichend.
Wirkungsvoller ist die Aufklärung der Gesellschaft mit seinen potentiellen
PLC-Nutzern.
Damit die Lobbyarbeit nicht zum Bumerang für den Club wird, ist nach
meinem Verständnis von den Insidern ein Tool zu erarbeiten, das allen
Clubebenen als Grundlage zur PLC-Lobbyarbeit(en)dienstbar sein sollte.

de Werner, DK5BA

db6zh
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Beitrag von db6zh » Di 13. Nov 2012, 19:51

Hallo Werner, Frage als Outsider: was stellst Du Dir in groben Umrissen denn als Tools vor ?? Meinst Du eine gemeinsame Informationsplattform ein technisches Tool im Sinne einer Meßmethode von PLC-Störungen, oder was ??

Ich kann mir im Moment nicht so recht vorstellen, auf welcher Ebene Du bist. M.E. geht es nur noch via EU-Gremien und das heißt Politik. Da habe ich zwar ein paar Ideen, aber ..... noch unausgereift. Mit der Gesellschaft habe ich ein Problem, weil da außer Amateurfunk-Interessierten und KW-DX-Hörern (BC) nur noch CB-Funk und Elektrosmog-Gruppierungen bzw. Mobilfunkgegner in Frage kommen. Alle anderen kannst Du abhaken, das interessiert die Null und Nix.

Mit CB-Funk habe ich evtl. noch mehr Probleme als mit Mobilfunkgegnern. Letztere haben eine klare Vorstellung, die bei weitem nicht überall mit unseren Interessen kollidiert. Es ist durchaus interessant, mit welcher allgemeinverständlichen Argumentation z.Bspl. Bürgerwelle und andere Gruppen arbeiten - die ansonsten nicht unbedingt zu meinen Lieblingen zählen. Es gibt dort zahlreiche Überschneidungen, und viele griffige Argumente wären durchaus auch für uns verwendbar. Wir sollten nicht überall die Nase rümpfen, sondern auch dort hinsehen und hinhören. Es ist durchaus erklärbar, daß Amateurfunk weniger Belastung verursacht als ein Funkturm (meistens jedenfalls) und man kann das auch "rüber bringen". Jedenfalls habe ich da keine Berührungsängste. Nur ..... das muß auf kleiner Flamme persönlich laufen - per DARC als Organisation halte ich es für unangebracht.

Bei CB-Funk habe ich Probleme mit der Argumentation - die machen sich vieles zu einfach.

Also: was soll ein Tool sein ?? (so ganz grob in's Unreine) 73 Peter

dk5ba

Beitrag von dk5ba » Mi 14. Nov 2012, 11:01

Guten Morgen, DB6ZH - Peter ..
Schönen guten Tag allen Lesern...

Peter, ich brauche doch nicht weiter hervor zu heben, welchen Einfluss
der AFU ( hier DARC ) im Konzert der Wirtschaftsinteressen hat.
Da es unübersehbar ist, dass die Politik den Interessen der Wirtschaft
näher steht, sollte dem DARC ( AFU ) die Interessen der Gesellschaft
( Stichworte: Störungen durch PLC ; Gestörte durch PLC ) näher
stehen.

Hier muss die Lobbyarbeit des AFUs ( DARC) ansetzen. Da sind ALLE
AFUtreibende gefordert. Damit jedoch ALLE mit einer Zunge sprechen,
bedarf es gut formulierte Grundsätze ( das TOOL )
Dieses muss so gehalten sein, das kein Argument der Geschäftsschädi-
gung aufkommen kann. Das von kompetenterer Seite keine Korrektu-
ren notwendig werden.
Dieses " TOOL " muss jedem AFUtreibenden Hilfestellung geben, in
SEINEM Umfeld Lobbyarbeit(en) zu tätigen.

de Werner, DK5BA

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