Photovoltaikanlage ( PV ) Solaranlage EMV-Probleme ?

Störungen, störende Beeinflussungen
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dd3ji
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Photovoltaikanlage ( PV ) Solaranlage EMV-Probleme ?

Beitrag von dd3ji » Mi 13. Mai 2009, 5:06

Hallo,

da ich plane eine Photovoltaikanlage auf mein Satteldach zu installieren, stellt sich die Frage bei mir, ob bekannt ist, das es zu irgendwelchen Störungen kommen kann durch deren Betrieb, insbesondere durch solche, die vom Wechselrichter produziert werden können ?

Natürlich auch umgekehrt, EMV Problem für die Anlage durch Betrieb der Sendestelle !?

Wer hat mit so etwas Erfahrung ?

Zu den Randbedingungen, Anlage für rund 22qm bei Südlage, Antennen nur wenige Meter entfernt, Betrieb und Antennen 160m bis 24Ghz, also das ganze Spektrum....

Der Wechselrichter sollte im Dachboden nahe den Zellen installiert werden, also dann auch nur wenige Meter vom Antennenmast entfernt.

Irgendwo habe ich mal von solch einem, einmaligen (?) Problem gelesen, finde dazu aber nichts mehr im Netz.

73 de Frank

2213876

Beitrag von 2213876 » Mi 13. Mai 2009, 14:27

hh
Zuletzt geändert von 2213876 am Mo 1. Jun 2009, 18:21, insgesamt 1-mal geändert.

dl6ock
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Beitrag von dl6ock » Mi 13. Mai 2009, 16:39

Hallo Frank,

im April und Mai 2009 hatte Walter, DL4RCK, im BCC-Reflektor danach gefragt, er hat viele Zuschriften erhalten. In seiner Zusammenfassung, die auch im für Reflektor-Abonnenten zugänglichen Archiv steht, schreibt er, dass der Amateurfunk auf Kurzwelle keine Störungen verursacht, bei UKW aber höhere Strahlungsleistung die Elektronik zerstören kann. Er schreibt weiter, dass keine Störung des Amateurfunks durch die Solaranlage selbst bekannt ist, wohl aber durch die Wechselrichter. Es wurden Empfehlungen für Wechselrichter von SMA und auch für Mastervolt gegeben. Außerdem wurde empfohlen, einen höherdimensionierten Wechselrichter einzubauen.

Vy 73

Julian, DL6OCK

dd3ji
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Beitrag von dd3ji » Do 14. Mai 2009, 4:41

Vielen Dank für die schnellen Reaktionen.

Den Rat, den Erbauer der Anlage vorher darauf hinzuweisen habe ich im Vorfeld schon als erstes darüber informiert, was laut einem Anbieter kein Problem sein sollte.

Das Beste wird wohl sein das vorher sich schriftlich zusichern zu lassen, damit es später keine Überraschungen kommen und man viel Geld investiert hat und sich Hausgemachtes QRM eingekauft hat :-(

Ich habe zwischenzeitlich den Artikel aus der CQ-DL doch noch gefunden, zum einen wird da hingewiesen, das es Probleme auf der DC-Seite durch Diodeneffekte der Zellen selber geben kann, zum anderen natürlich auf der Wechselrichterseite.

Der Hinweiß mit der Auslastung kann ich so verstehen, das ein Wechselrichter der nahe der 100% Auslastung eher kritisch ist, als einer der bei maximaler Besonnung nur an die 50% arbeitet ?

73 de Frank

dl1duo
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Beitrag von dl1duo » So 17. Mai 2009, 15:58

Hallo zusammen,

habe seit Ende letzten Jahres auch bei mir auf dem Dach zwei Felder mit je 16 Solarmodulen. Der Wechselrichter ist im Keller neben dem Zählerschrank. Das war für mich die beste Lösung bzgl. der Kabelwege.
Die Gleichspannungsleitungen gehen aussen am Haus neben dem Regenwasserfallrohr in den Keller. Als Wechselrichter habe ich einen Sunnyboy 5000 von SMA. Der macht keine Probleme - wohl weil gut sinusgeführt. Allerdings läuft (hinter dem Dachrinnenfallrohr, also ein paar Meter parallel zu den Gleichspannungsleitungen) an der Innenseite der Wand ein Koaxkabel für die TV-Versorgung. Bei diesem Anschluss musste ich ein paar Ferritkerne draufschieben um das TVI im Sendefall wieder weg zu bekommen. Die Antennen befinden sich im Garten ca. 10 bzw. 15m vom Dach entfernt.
Fazit: ein richtig betriebener Wechselrichter stört nicht, wohl aber die an den Diodenstrecken der Module demodulierte bzw. vervielfältigte HF im Sendefall.

73 und Gut Funk sowie immer einen wolkenfreien Himmel
de Micha

DL1DUO
Zuletzt geändert von dl1duo am Mo 18. Mai 2009, 15:53, insgesamt 1-mal geändert.

dd3ji
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Beitrag von dd3ji » Mo 18. Mai 2009, 15:17

Nun bin ich etwas schlauer, dank Walter DL4RCK, habe ich einige Infos bekommen zur allgemeinen Problematik, wenn den überhaupt eine entsteht.

Die namhaften WR-Hersteller am Markt, als Beispiel sei hier SMA angeführt, haben wohl auch vereinzelt schon Anfragen dazu gehabt und im Problemfall auch weitergeholfen.

Grundsätzlich möchte ich das System auch so aufbauen wie bei Micha, DL1DUO, entgegen der ersten Annahme den WR nahe der Strings zu installieren ist nun geplant die DC-Seite auch hinter einer Regenrinne am Haus runterzuführen und dann den WR im kühlen Keller, weit weg der Antennenanlage zu installieren. ( Das mit der Planung und Dimensionierung einer PV-Anlage ist eine Wissenschaft für sich und man sollte viel dazu lesen im WWW )

Grundsätzlich werden Trafo-WR empfohlen wegen dem sauberen Sinus und keine Trafolosen mit Hochfrequenz-Transformation auf 230VAC.

73 de Frank

dd3ji
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Beitrag von dd3ji » So 20. Dez 2009, 7:54

Wer an Lösungen interessiert ist, die von einer Photovoltaikanlage ausgehen, kann hier meine Erfahrungen nach lesen:

http://www.photovoltaikforum.com/sma-ne ... 30580.html

und hier:

http://www.photovoltaikforum.com/meine- ... 36717.html

Man sieht, Funkanlage und PV-anlage funktioniert hervorragend, wenn man einige Punkte beachtet.

73 de Frank

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