Störungen S6

Störungen, störende Beeinflussungen
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dg2gg
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Störungen S6

Beitrag von dg2gg » Fr 6. Mär 2009, 17:51

Hallo,

habe seit einigen Monaten erhebliche Störungen auf 145.800 MHz nachdem KabelBW offensichtlich von 145.750 MHz abgewandert ist. Leider ist dadurch ein Arbeiten über die ISS nicht mehr möglich.
Habe andere OM's in Baden-Württemberg die die ISS arbeiten das auch schon bemerkt? Oder macht niemand Betrieb über die ISS?
Die BNetzA wurde jetzt eingeschaltet nachdem KabelBW sich nicht gerade freundlich verhielt.
Ich bitte doch alle OM's die das gleiche Problem haben sich bei der BNetzA ebenfalls zu melden.
Nur so kann man auch Druck erzeugen.

vy 73 de Frank

df8th
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Beitrag von df8th » Fr 6. Mär 2009, 20:02

Hallo Frank,

bei uns in Neuenburg ist S6 auf 145,750 MHz. Ich habe vor Jahren einmal eine Meldung an die BNetzA gemacht weil ich Störungen mit bis zu S9 hier hatte. Der Messdienst kam vorbei, Störung begutachtet und gepeilt. Es war ein Verbindungskabel zwischen Fernseher und Antennendose in einem Nachbarhaus nicht in Ordnung.
Nach Beseitigung war die S6-Störung noch mit S3 zu hören.
Dann habe ich selbst bei einem Nachbarn gesucht und eine Lüsterklemme in einem Koaxkabel gefunden. Dann war es noch S2. Den Verstärker noch ein bisschen zurückgenommen und nun habe ich noch S1 womit ich leben kann.

Diesbezüglich waren alle meinen S6 Störungen von Hausnetzen für die nicht KabelBW zuständig ist.
Ich weiss also nicht weshalb Du Dich an KabelBW wendest? Die Ursache liegt sicher selten am Netz von KabelBW sondern an nicht fachgechter Hausverkabelung. Wir haben hier vor der Türe einen KabelBW Verteiler/Verstärker. Wenn ich dort mit meinem Handy VX2 hin gehe höre ich auf 145,750 gar nichts.

In Freiburg ist S6 auf 145,700 MHz.

Grüße
Tobias

dg2gg
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Beitrag von dg2gg » Sa 7. Mär 2009, 17:13

Hallo Tobias,

ich hatte KabelBW nach dem Grund des Frequenzwechsel gefragt und mein Problem damit, die Antwort war entsprechend.
Die undichten Hausanschlüsse sind überall bekannt.

Wenn Du mal wieder über den Berg fährst schalte doch auf der B31 die 145.800 ein. Dann wirst du merken von was ich rede und das es es eben nicht nur der eine Nachbar ist :(


vy 73 de Frank

dk9zu
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Beitrag von dk9zu » So 8. Mär 2009, 10:26

dg2gg hat geschrieben:Hallo Tobias,

ich hatte KabelBW nach dem Grund des Frequenzwechsel gefragt und mein Problem damit, die Antwort war entsprechend.
Die undichten Hausanschlüsse sind überall bekannt.
Nur bei der BNetzA nicht
Wenn Du mal wieder über den Berg fährst schalte doch auf der B31 die 145.800 ein. Dann wirst du merken von was ich rede und das es es eben nicht nur der eine Nachbar ist :(


vy 73 de Frank

Hallo Frank
Es ist wie immer :!:


Jeder klagt über S6-Störungen ---Man ist aber nicht bereit , warum auch immer, bei der BNetzA anzurufen und dort eine Störungsmeldung aufzugeben , damit diese Behörde tätig werden kann/darf

Man sollte dahingehend bei der Behörde DRUCK erzeugen , dass die Kabelbetreibergesellschaften ihre TV/RF/DigPC/Telefon Signale nur noch auf private Koax-Hausverteilnetze ihrer Kundschaft aufschalten dürfen , wenn dort zuvor eine Überprüfung des Abschirmmasses durch die BNetzA erfolgt ist--
:arrow: §109 TKG --Technische Schutzmassnahmen ,----- da ja über diese privaten Koax-Netze nun auch Telefonverkehr läuft , ---bzw ein entsprechender Nutzpegel bereitgestellt wird an --ALLEN-- Endstellen/Übergabepunkten der Kabelnetzbetreiber und der daran angeschlossenen privaten Hausverteilanlagen

Merke. :arrow: Auch die technisch mieseste, fehlerhaft aufgebaute Hausverteilanlage und deren daran angeschlossenen Endgeräte strahlt nichts ab ---OHNE ---ein aufgeschaltetes Signal einer Kabelgesellschaft--- ALSO sind an den S6 Störungen meist 2 Mitverursacher beteiligt--- oft sogar 3 Verursacher ,----Wenn es auch an den Endgeräten oder deren Verkabelung liegen sollte

Fazit deshalb für alle Betroffenen :
:idea: Gebe immer eine Störungsmeldung ab und wenn es dir möglich ist im Zeitalter der Navi`s, die entsprechenden Koordinaten mit dazu , wo du die S6-Störungen mobilerweise besonders stark empfangen hast---Man kann auch die Antenne am Afu-Gerät entfernen ( oder ein Dämpfungsglied regelbar einschleifen) und fährt dann noch mal die fragliche Strecke ab---Dann kann man meist auch bald schon exakt die Hausnummer der Störquelle angeben.---- Das genaue Auspeilen der Störquelle , das Herumärgern und den meist folgenden Zoff mit deren Besitzer kann man ruhig den Mitarbeitern der BNetzA überlassen, die werden dafür von unseren EMV Gebühren bezahlt.
Viel Spass noch beim groben Suchen und Melden der S6 Störungen, das übrigens für den störungsmeldenden Funkamateur immer kostenlos ist :!: :!:

73 de dk9zu
Zuletzt geändert von dk9zu am Di 10. Mär 2009, 9:09, insgesamt 4-mal geändert.

df8th
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Beitrag von df8th » So 8. Mär 2009, 11:21

dk9zu hat geschrieben:
Jeder klagt über S6-Störungen ---Man ist aber nicht bereit , warum auch immer, bei der BNetzA anzurufen und dort eine Störungsmeldung aufzugeben , damit diese Behörde tätig werden kann/darf
So ist es. Und nicht nur bei S6 Störungen ist es so. Ich höre auch am OV Abend immer wieder Hinweise auf Störungen im KW-Bereich. Vorgegangen wird dagegen aber nur selten obwohl es z.B. aufgrund eines simplen Netzteils für Handy, Festplatte oder oder ... resultiert, das die Grenzwerte weit überschreitet.

Im Falle von S6 würde ich mit einfachsten Mitteln erstmal grob prüfen woher die Störung kommt. Das kann nur der Funkamateur selbst, da er die lokalen technischen Gegebenheiten kennt. Wenn ich mit dem VX2 vor der Türe stehe kann ich eine ganz andere S6 Quelle empfangen als die Dachantenne 13m höher wenn die Nachbarhäuser genau so hoch sind.
Wenn das eigene Haus frei steht würde ich erstmal die eigene Verkabelung komplett ausschalten um diese als Quelle auszuschließen.
Peinlich und vielleicht NICHT KOSTENLOS ist es wenn der Störmessdienst dann die eigene Verkabelung als Störquelle findet.

Vor jder Störmeldung z.B. im 80m Band schalte ich das eigene Haus komplett stromlos um eigene Geräte auszuschließen.

Viel Erfolg.
73 de DF8TH
PLC und DARC? Nein Danke!

dg2gg
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Beitrag von dg2gg » Di 17. Mär 2009, 7:37

Hallo,

kurze Rückmeldung. Hatte die BNetzA eingeschaltet, waren zwei Tage später vor Ort und haben ihre Messungen gemacht.
Fazit jede Menge Störpotential um mich herum, ein Faß ohne Boden, einzige und schnellste Lösung für mein ISS Problem, KabelBW verlässt wieder die QRG.

5 Tage später war die 145.800 MHz für mich wieder nutzbar.

Vielen Dank an die Mitarbeiter der BNetzA!

vy 73 de Frank

df8th
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Beitrag von df8th » Di 17. Mär 2009, 9:19

Hallo Frank,

super gelaufen - Gratulation!
Beim nächsten QRM wieder prüfen ob es was für die BNetzA wäre.
Nur so können wir unsere Frequenzen verteidigen und vor allem ist es wichtig an oberster Stelle auch "Vorgänge" zu haben die mangelhafte Technik, falsche Verkabelung usw... als Störquellen dokumentieren.

Bei mir ging die nächste Meldung auch schon wieder raus..

Grüße
Tobias
DF8TH
PLC und DARC? Nein Danke!

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