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BeitragVerfasst: So 9. Sep 2007, 11:17 
Hallo,

ich suche qualifizierten (Wartungs-) Techniker und/oder OM, der über tiefgängige Reparaturerfahrungen bezüglich dieses professionellen KW-Empfängers, insbesondere im Bereich der Frequenzanzeige und des Rastoszillators (Frequenzregelung) verfügt und auch bereit ist, mir diese zu vermitteln. Vielen Dank.

VY73

Eilert, DL9BDM


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BeitragVerfasst: Di 5. Feb 2008, 14:06 
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Registriert: Mi 31. Jan 2007, 13:27
Beiträge: 21
Hallo Eilert,
ich habe in den letzten 15 Jahren schon etliche Geräte repariert. Mit der Zeit treten neben den altbekannten auch neuere zum Teil sehr skurrile Fehler auf. Mit der Zeit stellt sich mir die Frage, wie man so ein Gerät über die nächsten 20 Jahre bringen will, zumindest dann, wenn man alles mit Originalteilen wiederherstellen will.
Erinnert sei nur an die NF-Verstärker mit TAA300 und die SN8400,SN8472 und SN8476 für die DAFC und die Frequenzanzeige.
Die Geräte die sich jetzt zur Reparatur einfinden haben aber fast alle einen sehr viel grundlegenderen Fehler der das Öffnen des Variometer-Oszillators erforderlich machte.
Durch die ständige Aufheizung auf 50 Grad trocknen die Schmiermittel der Abstimmspindel aus. Einmal mit zuwenig Gefühl, insbesondere nach längerer Pause, am VFO gedreht und die Verklebung der Gradführung des Abstimmkerns löst sich.
Nachdem ich den ersten Oszilllator geöffnet hatte, war aber die Scheu auch davor gesunken. Mit hochwertigen Schmierstoffen etwas UHU-plus und einigen Abstimmversuchen läßt sich auch dieser Fehler beheben.
Insgesamt ist es noch immer ein schöner sehr empfindlicher Empfänger mit hohem Gebrauchswert.
Zu deiner Ausgangsfrage;bevor du irgendwelche Reparaturversuche an der Frequenzregelung unternehmen willst, solltest du dich um einen Adapter bemühen mit dem die Leiterkarten ausserhalb des Gehäuses betrieben werden können. Am einfachsten geht das mit Teilen aus einem Ausschlachtgerät. Alles weiter später.
73 de André DL8YEV


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So 6. Apr 2008, 0:14 
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Normaler Benutzer

Registriert: Sa 27. Aug 2005, 1:30
Beiträge: 113
Wohnort: 84160 Frontenhausen
Lbe OMs,

ich habe gerade gestern wieder mit Erfolg eine Methode angewandt, was man zu allererst tun sollte, wenn ein altes Gerät schwer verständliche oder schwer beschreibbare Fehler hat:

Nach dem Öffnen des Gerätes ALLE Schrauben gut anziehen, die irgendetwas festhalten, vor allem wenn dadurch Massekontakte hergestellt werden.

Was diese im Laufe der Zeit lose gewordenen Schrauben im Schaltbild anrichten, ist überhaupt nicht übersehbar. Der Zustand des Gerätes wird mit dem Schaltbild nicht mehr beschrieben.

Zuerst hatte ich mit dieser Methode meinen alten TS-830s wiedr zum Laufen gebracht, gestern einen alten Oszillografen.

Wenn nach dem Anziehen der Schrauben immer noch ein Fehler vorhanden ist, dann dürfte wenigstens das Schaltbild wieder stimmen, und dann kann man den Fehler auch nach dem Schaltbild suchen und eingrenzen.

Viel Erfolg, wenn es so weit ist!

_________________
73 Ha-Jo, DJ1ZB


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 Betreff des Beitrags: Telefunken E863 Reperatur
BeitragVerfasst: Do 10. Apr 2008, 9:37 
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Registriert: Mi 31. Jan 2007, 13:27
Beiträge: 21
Hallo Ha-Jo,
grundsätzlich gebe ich dir recht. Es ist immer ein guter Start alle Verschraubungen zu prüfen bevor man weitere Reperaturen in Angriff nimmt. Insbesondere ältere Kenwood und Icom Geräte haben damit Probleme, da die Platinen durch einfaches Verschrauben mittels Blechschrauben am Chassis ihre Masseverbindung erhalten. In hartnäckigen Fällen insbesondere bei Geräten die schon mal etwas feucht gestanden haben oder auch bei Rauchergeräten reicht das aber nicht. Hier hat sich über dem Zinn auf der Platine an den Kontaktstellen zum Chassis schon eine eletrochemisch bedingte isolierende Schicht gebildet. Hier muss man die Platinen also erst ausbauen, reinigen oder sogar neu verzinnen und dann wieder einbauen.
Bei einigen älteren HP Geräten liegt der Massefehler darin begründet das die Alu-Chassis mit Eisennieten verbunden wurden welche nach den Jahren keinen elektrischen Kontakt mehr geben.
Jeder Hersteller hat da also seine Schwächen...
Bei dem E863 muss man sich hierüber allerdings keine Gedanken machen. Das Gerät ist elektromechanisch als stabil einzustufen.
Vielmehr wird durch die meistens nicht benutzten Wandlertransistoren für den Batteriebetrieb das Gerät aufgeheizt und das Netzteil erleidet Schäden. Im ungünstigsten Fall können einige Längsregler aufregeln und bei 8 statt 5 Volt legen die TTL Bausteine des Zählers die Karten. Die SN84XX ICs sind leider nur schwer beschaffbar.
Zusätzlich kommen jetzt gehäuft die oben aufgeführten Schmierprobleme auf. Die Geräte sind aber auch schon 35 Jahre alt und haben meistens 60 bis 70 tausend Betriebsstunden hinter sich.
Durch den gedrängten Aufbau dieses Gerätes sind Reperaturen recht schwierig und ohne die entsprechenden Adapter wenig sinnvoll.
73 de André


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do 10. Apr 2008, 23:16 
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Registriert: Sa 27. Aug 2005, 1:30
Beiträge: 113
Wohnort: 84160 Frontenhausen
Lbr André,

OK, dann haben andere durchaus ähnliche Erfahrungen mit den Schraubkontaktierungen gemacht, auch wenn die Einzelheiten von Gerät zu Gerät unterschiedlich sein können.

Ich habe den E863 glaube ich einmal gesehen und auch daran drehen und hören können, auf einer Messe in den 60iger Jahren. Allzu angetan von dem Gerät war ich nicht, da ich beim Aufdrehen der HF-Verstärkung bei CW den BFO wegdrücken konnte, was ich als unnormal empfand. Aber es war mit einer der ersten volltransistorisierten kommerziellen Empfänger, und deren Schaltungstechnik war nach meiner Erfahrung erst gegen Ende der 60iger Jahren richtig ausgereift. Die Innereien des Gerätes kenne ich aber nicht und habe auch keine Unterlgen, so daß ich mich speziell zur Frage der Reparatur nicht gemeldet habe.

Die 84iger Serie der TTL-Bausteine müßte sich aber doch durch die 74iger Serie ersetzen lassen, die Unterschiede bestehen meines Wissens doch nur im zulässigen Temperaturbereich. Aber inwieweit es die 74iger Reihe noch gibt, weiß ich auch nicht, habe mit Digitaltechnik keine Erfahrung. Aber ich kann verstehen, daß jemand, dem so ein Gerät zugelaufen ist, es nach Möglichkeit auch wieder instandsetzen möchte.

Dazu kann ich nur guten Erfolg wünschen.

OK?

_________________
73 Ha-Jo, DJ1ZB


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BeitragVerfasst: Fr 11. Apr 2008, 13:57 
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Registriert: Mi 31. Jan 2007, 13:27
Beiträge: 21
Hallo Ha-Jo,
der E863 kam erst Anfang der 70er raus. Davor gab es den E724 der recht ähnlich aussieht. Der E863 ist als Empfänger recht ordentlich. Vor allen Dingen für SWLs mit kleinen Behelfsantennen ist er wegen seiner hohen Empfindlichkeit und seines geringen Phasenrauschens gut zu gebrauchen. Die Regelung ist in SSB und CW nicht so angenehm, typisch Telefunken eben.
Die 74er TTLs sind bis 70 Grad spezifiziert. Die Platinen mit den ICs sind in einem dichten Gehäuse relativ nah am Variometer VFO der geheizt wird. Das wird ganz schön warm. Daher versuche ich wenn ich sie kriege die 84er einzubauen. Aber möglicherweise sind die heutigen 74er ICs ja auch besser als ihre Vorgänger.
Die Geräte werden übrigens noch recht hoch gehandelt. Meistens sind die Interessenten Leute die früher bei der Bundeswehr oder der Handelsmarine davor gesessen haben...
Grüße und ein schönes Wochenende
André


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BeitragVerfasst: Fr 11. Apr 2008, 22:06 
Hallo,
dl8yev hat geschrieben:
der E863 kam erst Anfang der 70er raus.

von der Schaltungstechnik her ist es eine Entwicklung aus den Sechzigern: im Grunde hat man dort noch "röhrentechnisch" konstruiert und nur die Röhren durch die gerade modernen (aber schlechteren) 40673-FETs ersetzt.
Zitat:
Davor gab es den E724 der recht ähnlich aussieht. Der E863 ist als Empfänger recht ordentlich. Vor allen Dingen für SWLs mit kleinen Behelfsantennen ist er wegen seiner hohen Empfindlichkeit und seines geringen Phasenrauschens gut zu gebrauchen. Die Regelung ist in SSB und CW nicht so angenehm, typisch Telefunken eben.
(..)
Die Geräte werden übrigens noch recht hoch gehandelt. Meistens sind die Interessenten Leute die früher bei der Bundeswehr oder der Handelsmarine davor gesessen haben...

Ich hatte vor 30 Jahren das zweifelhafte "Vergnügen", an einem Arbeitsplatz mit zwei Exemplaren Telegraphiesendungen aufzunehmen. Die AGC war allenfalls für AM zu gebrauchen, bei A1 wurde durchweg auf Handregelung geschaltet und zur Pegelnivellierung behelfsmäßig der Störbegrenzer genutzt. Aus dem geringen Phasenrauschen des Oszillators wird man wegen des schlechten Großsignalverhaltens (IP3 ~ -5dBm) kaum praktische Vorteile ziehen können; schon damals war das Gerät ein Rückschritt gegenüber den vorher eingesetzten R&S-EK07.

73
Ulrich


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BeitragVerfasst: Sa 12. Apr 2008, 1:38 
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Lbr Ulrich,

ich glaube nicht, daß in dem E863 schon Dual-Gate-FETs drin waren. Die kamen erst Ende der 60ige Jahre. Ich habe noch einen alten Applikationsbericht über den 3N128, einen Single-Gate-Mosfet, der 9.67 herausgekommen ist. Über Dual-Gate-Mosfets ist ein erster Bericht im Juli 1967 in IEEE Transactions on Boradcast and TV Receivers verzeichnet. Rechnet man noch eine Entwicklungszeit ein, dann kamen die ersten Empfänger mit Dual-Gate-FETs wie der Siemens E410 Anfang der 70iger Jahre heraus.

HW?

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73 Ha-Jo, DJ1ZB


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BeitragVerfasst: Sa 12. Apr 2008, 1:47 
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Lbr Ulrich und andere,

in meinem letzten Beitrag hatte ich übersehen, daß Andre schon geschrieben hatte, daß der E863 erst Anfang der 70iger Jahre erschienen ist. Dann kann das mit den 40673 natürlich stimmen.

In meiner dunklen Erinnerung meine ich aber einen E86x schon eher mal auf einer Messe gesehen zu haben, der dann sicher noch mit bipolaren Transistoren gearbeitet haben muss, wodurch die mäßige Funktion eher zu erklären ist.

_________________
73 Ha-Jo, DJ1ZB


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 Betreff des Beitrags: E863 / 40673
BeitragVerfasst: So 13. Apr 2008, 0:38 
Hallo Ha-Jo,

ich habe kein komplettes Schaltbild des Empfängers, aber HF-Vorstufen, Mischer und die erste ZF-Stufe sind jedenfalls mit den 40673 bestückt.

Das Schaltungskonzept kann man sich grob als eine Übertragung des alten E127-Röhren-RX auf Transistortechnik vorstellen. Deine Beobachtung mit dem Wegdrücken des BFO bei starken Signalen läßt sich mit dem Fehlen eines echten Produktdetektors erklären; das Überlagerersignal wird einfach in den ZF-Zweig eingespeist.
Daß die Geräte heute noch so hohe Preise erzielen, dürfte also weniger auf die überragenden Empfängereigenschaften als auf die dekorative "Nixie-Optik" zurückzuführen sein..

73
Ulrich


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BeitragVerfasst: So 13. Apr 2008, 1:07 
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Lbr Ulrich,

danke noch einmal für deine zusätzlichen Infos. Ich würde es auch so sehen, das Gerät ist mehr ein Sammlerobjekt als ein Denkmal guten Empfängerdesigns.

Ich habe keine Neigung, mich damit zu belasten.

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73 Ha-Jo, DJ1ZB


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BeitragVerfasst: So 13. Apr 2008, 12:28 
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Beiträge: 21
Hallo Ulrich,
ich kann mir durchaus vorstellen das es kein Vergnügen war den ganzen Tag sich vor diesen Empfänger zu setzen. Telefunkens Auffassung einer AGC-Regelung hat sich bis zum E1800 leider auch nicht geändert. Obwohl sich der E1800 aufgrund seines geringen Phasenrauschens sehr gut zum Suchen schwacher CW Signale eignet, ist der längere Hörbetrieb nervend.
Ich greife persönlich daher gerne noch auf den EK07 und EK56 zurück. Da ist allerdings die Nahselektion nicht so berühmt...
Seit einigen Jahren habe ich auch noch einen REV251 der da einen guten Kompromiss eingeht.
Man muss diese Empfänger als Gegenstand der Zeit betrachten in der sie entwickelt und gebaut wurden. Die DG Mosfets waren Ende der 60er gerade in. Der Siemens e401 ist ja auch nur ein transistorisierter E311 mit denselben Mitteln und den schlechtern Mischern (kein Gegentaktmischer im Vergleich zum E863).
Wenn man dann die nächste Generation mit digitaler Frequenzaufbereitung in Angriff nimmt dann wird einem das Leben mit dem Seitenbandrauschen schwer gemacht. Dazu gehören auch die EKD300 und EKD 500 und EK47/E401 deren Synthesizer konstruktiv faktisch gleich sind und auf die Jahre 69 bis 70 datieren aber auch die Schlachtschiffe von Collins Plessey und WJ.
73 de André


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BeitragVerfasst: So 13. Apr 2008, 21:44 
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Lbr Andre,

ich glaube, da verwechselst Du etwas:

Die transistorisierte Version des E311 ist der für den Seefunk gebaute E410, mit den gleichen ZFs, aber mit Dual-Gate FETs bestückt und drei HF-Vorkreisen. Die braucht man an Bord für Duplex-Telefonie.

Der E401 entspricht praktisch dem EK47 von Rohde & Schwarz und ist sehr wohl ein Empfänger mit zwei Ringmischern, für die 1. und die 2. ZF, 73,03 MHz und 30 kHz. Es gab damals meines Wissens allerdings noch keine fertigen Ringmischer wie heute; die Mischer sind mit diskreten Bauteilen aufgebaut. Der Synthesizer war bei beiden RXen von Rohde & Schwarz und der Empfänger mehrheitlich von Siemens.

Wenn dich ein längerer Hörbetrieb nervt, kann das ganz andere Gründe haben: Zu viele unnötige tiefe Frequenzen im NF-Spektrum, dann bekomme ich auch Kopfbrummen. Versuche es mal mit einer schmalen NF-Selektion für CW oder wenigstens mit einem ausprobierten bipolaren Längselko in Reihe zum Kofphörer zum Unterdrücken der tiefen NF-Frequenzen.

HW?

_________________
73 Ha-Jo, DJ1ZB


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BeitragVerfasst: So 13. Apr 2008, 22:46 
Hallo André,
dl8yev hat geschrieben:
ich kann mir durchaus vorstellen das es kein Vergnügen war den ganzen Tag sich vor diesen Empfänger zu setzen. Telefunkens Auffassung einer AGC-Regelung hat sich bis zum E1800 leider auch nicht geändert.

ganz so schlimm war es dann auch wieder nicht, nur 2 x 6h / Tag;-)

CW-Empfang mit abgeschalteter AGC finde ich in manchen Situationen auch unverzichtbar (z. B. schwache Signale in der Nachbarschaft breit störender Tastklicks), aber von einem professionellen Univeral-RX würde ich schon eine im Normalfall bei allen Betriebsarten sauber arbeitende Regelung erwarten. Mit der Störbegrenzer-Lösung bei CW konnte man dann jedenfalls noch einigermaßen leben.
Gegen die Qualität der ZF-Filter und auch die VFO-Stabilität beim E863 läßt sich in der Tat nichts sagen.

Wie Ha-Jo schon geschrieben hat, reichen oft kleine Modifikationen in der NF aus, um aus einem fast unerträglichen einen angenehmen CW-(bei TRX auch: Mithör-)Ton zu machen. Bei meinem TS850 hat mich beispielsweise das starke NF-Rauschen und beim Mithören das tieffrequente NF-Klickspektrum genervt; durch ein nachgeschaltetes 500-Hz-NF-Bandpaßfilter 4. Ordnung ließ sich das vollständig beheben.

73
Ulrich


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BeitragVerfasst: Di 15. Apr 2008, 13:49 
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Registriert: Mi 31. Jan 2007, 13:27
Beiträge: 21
Hallo Ha-Jo,
ich meinte als E311 Nachfolger natürlich den E410. Ich habe beide Geräte sowohl den E401 als auch den E410. Der E410 wird trotz Preselektors mit grossen Pegeln nicht fertig und zeigt insbesondere auf 40 m reichlich Intermodulationen. Dafür hat er eine gute Regelung und einen angenehmen Klang. Der E401/EK47 hat, wie alle "digitalen" Geräte dieser Zeit, einen stark rauschenden Synthesizer, ist aber zumindest mit der Vorselektion wie ich sie habe ansonsten empfangsstark, aber leider dekadisch abzustimmen.

Ich habe mir schon ein passives NF Filter gebaut welches sich tatsächlich angenehm bemerkbar macht. Und trotzdem ist das starke Aufrauschen der Telefunken Empfänger bei leisen Signalen nervig. Das war aber so gewollt, damit auch nicht fachkundiges Personal mit diesen Geräten fertig wird und möglichst alle Signalstärken ohne Zutun des Bedieners auf exakt den gleichen NF-Pegel geregelt werden. In der Praxis ist diese Gewaltregelung auf Dauer aber sehr ermüdent. Aber dafür gibt es dann ja noch die Hand- oder die kombinierte Regelung.

Übrigens Ulrich in dem ZF-Verstärker nach den Filtern befinden sich im E863 sogar noch Germaniumtransitoren (AFY12)!
73 André


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