FL-2500, G1 Spannung erhöhen nach Röhrenwechsel

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DL2TS
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FL-2500, G1 Spannung erhöhen nach Röhrenwechsel

Beitrag von DL2TS »

Hallo,

nach Röhrenwechsel an einer FL-2500 reicht die einstellbare G1 Spannung nicht aus um den gewünschten Ruhestrom von 100mA (2omA pro Röhre) einzustellen. Ein Wechsel der 12V Z-Diode auf 15V brachte keine Verbesserung. Der Abgriff am einstellbaren 100Ohm Widerstand liegt ganz am oberen Ende. Hat jemand ein Idee wie das zu realisieren ist ?
Meine Idee, das Relais am linken Punkt zu trennen, hier mit einem -12V Regler zu versorgen und den rechten Punkt an die Zuleitung zum OPERATE Schalter (Masse) zu legen. Dann könnte der Widerstand zwischen den beiden Elkos veringert und so die Spannung erhöht werden ? Was haltet Ihr davon ? Danke für Eure Rückmeldung.
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db6zh
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Re: FL-2500, G1 Spannung erhöhen nach Röhrenwechsel

Beitrag von db6zh »

Nachdem niemand antwortet, begebe ich mich mal auf's Glatteis: Geräte kenne ich nicht, Röhrenprobleme ja.

Fragen:
1. hast Du Original 6KD5 wieder eingesetzt ? Wenn ja ->
2. sind die Röhren geprüft und Gas-frei, keine Schlüsse ??
3 wenn es NOS Röhren sind, d.h. ewig unbenutzt, hast Du eine Regenerierung bzw. "Getterung" vorher gemacht ??
dazu finde ich den Artikel nicht mehr. Es geht um "Einlaufen" der Röhren, damit via Getter ein einwandfreies Vacuum hergestellt wird.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß auf einmal mehr Minusvorspannung nötig sein soll, wenn der gleiche Röhrentyp mit fehlerfreien Röhren ersetzt wurde. Ein Röhrenfehler ist da eigentlich am wahrscheinlichsten.

Etwas OT: im Netz gibt es einen Hinweis unter https://www.eham.net/reviews/view-product?id=1605 , daß man 10 Ohm Kathodenwiderstand je Röhre als Mod machen sollte.

Falls Du andere Vergleichstypen eingesetzt hast, die in Ordnung sind und lediglich mehr Vorspannung brauchen, muß ich passen. Im ersten Impuls würde ich eine Spannungsverdopplung machen und die 100 Ohm entsprechend erhöhen.

Sorry, aber ..... vielleicht kommen noch bessere Ideen,
73 Peter
DL2TS
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Re: FL-2500, G1 Spannung erhöhen nach Röhrenwechsel

Beitrag von DL2TS »

Hallo Peter,

Danke für Deine Antwort.
Die Modifikation nach Sommerkamp Vorschlag ist schon gemacht, dass der Ruhestrom je Röhre auf 20mA einzeln eingestellt werden kann. 0,2 V Spannungsabfall an einem 10 Ohm Widerstand.
Der ausgebaute Satz ist ebenso wie der Wechselsatz mit 6KD6 Röhren bestückt.
Es stellt sich halt das Problem, dass trotz Poti und R204 auf max. Spannung es nicht reicht alle Röhren auf 20mA einzustellen.
Was ich nicht verstehte, dass trotz Wechsel der Z-Diode D207 (12V) auf z.B 15V die Spannung sich nicht in dem Maße erhöht.

73 Thomas DL2TS
db6zh
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Re: FL-2500, G1 Spannung erhöhen nach Röhrenwechsel

Beitrag von db6zh »

Ich muß mich mal mit dem Schaltbild und Manual vertraut machen. Gitter-Basis Schaltungen habe ich selber nie gebaut und keine derartige PA in Betrieb. D207 wird vermutlich nicht zur Spannungsstabilisierung gebraucht, sondern bei zu hohem Gitterstrom zünden und die Röhre sperren, aber .... nur spontane Idee, da muß ich genauer hinsehen und grübeln (IQ aufwärmen.. hi). Ich nehme an, daß Du das Netzteil (20V AC) auf Herz und Nieren getestet hast. Dann .... bitte um Nachsicht: stdby sollte komplett sperren und der idle-Strom von 100mA bei Oper ohne Eingangssignal ?? Zweite Frage: die rechte Seite von s202a geht nach RY. Im Handbuch steht was von jumper at factory shipment, d.h. muß da ein Jumper rein, ( RX nach E, wobei E an Masse liegt) wenn Du ohne Ansteuerung auf OPER gehst, um die PA hoch zu fahren (zum Einstellen)??

73 Peter

ps ich vermute nach wie vor in erster Linie einen Röhrenfehler, wenn vorher alles ok war.
DL2TS
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Re: FL-2500, G1 Spannung erhöhen nach Röhrenwechsel

Beitrag von DL2TS »

Hallo,
ich habe zumTest mal die Z-Diode abgeklemmt,
bin mit dem Abgriff am Leistungswiderstand auf Mittelstellung gegangen.
Alle Röhren konnten auf 20mA Ruhestrom eingstellt werden.
Der Test mit Steuerleistung war auch o.k.

73 Thoma
db6zh
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Re: FL-2500, G1 Spannung erhöhen nach Röhrenwechsel

Beitrag von db6zh »

Das macht aber nur Sinn, wenn die Z-Diode vorher falsch gepolt in der Schaltung war oder zu früh zündete. Ich gehe mal davon aus, daß per Relais oder Brücke (extern vom TX) RY-E der entsprechende Kontakt von S202A an Masse liegt und damit in der Stellung "OPER" R204 ebenfalls an Masse liegt (andere Seite -28V vom Netzteil). Passen die Widerstände von RL201 || R203 zu dem Konzept ? Welche Spannung hast Du denn jetzt bei 20mA am Gitter liegen bzw. auch am oberen Ende von R204 ??

73 Peter
DL2TS
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Re: FL-2500, G1 Spannung erhöhen nach Röhrenwechsel

Beitrag von DL2TS »

Hallo,
an der Röhrenfassung liegen 25V, bei RY auf Masse = Senden, fällt die Spannung auf knapp unter 5V.
Sonst nichts verändert. Ruhestrom auf 20mA eingesellt, 4,8V.
73 Thomas
db6zh
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Re: FL-2500, G1 Spannung erhöhen nach Röhrenwechsel

Beitrag von db6zh »

Hallo Thomas,

danke für die Rückmeldung.

Ich habe einen etwas "blöden" Verdacht, den ich mangels Auflösung der Manual-Kopie nicht 100pro beweisen kann. Bei den Spannungsverhältnissen muß die Z-Diode zünden. Irgendwie kann dann aber der Spannungsteiler Relaisspule-R204 (100 Ohm Poti) nicht stimmen. In der (schlechten Original-) Kopie des Manuals sieht es so aus, als wenn R203 1M ist und nicht 1k wie in der geposteten Kopie. Zum Relais finde ich keine Daten. Wurde das Relais mal getauscht, bzw. kannst Du an der Ecke mal messen ?? R203 1K wäre zwar zur Glättung besser, aber je nach Spulenwiderstand kommst Du dann nicht unter die 12V Zündspannung der Diode. Zur Glättung müßte L der Spule bereits reichen und die 1M (falls die Theorie stimmt) dienen zum Abfangen von Ein-/Abschalt-Spikes.

Nur ein Verdacht ..... vielleicht hat jemand eine gescheitere Kopie des Original-Handbuchs.
73 Peter
DL2TS
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Re: FL-2500, G1 Spannung erhöhen nach Röhrenwechsel

Beitrag von DL2TS »

Hallo Peter,

laut meinem Schaltbild.
R204 Drahttrimmer 100 Ohm 10W
R203 1K 1W (auch nach Farbcode 1K)
Relais 12V (Aufschrift auf diesem)

73 Thomas
db6zh
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Re: FL-2500, G1 Spannung erhöhen nach Röhrenwechsel

Beitrag von db6zh »

Hallo Thomas,
die Schaltbilder kenne ich, nur ist das bisher einzige Original-Handbuch schlecht lesbar (die kleinen Zeichen). Deine Kopie ist vermutlich ein Reprint.

Die ganze Schaltung kann zum Bias-Setzen nur funktionieren, wenn vor der PA auf Senden ohne Signal geschaltet wird, d.h. kein HF-Input. Das geht auch mit einer Brücke RY-E ohne TX. Dann liegt bei OPER Relais (mit R203 parallel) in Serie mit R204 auf Masse und das Poti muß einwandfrei einstellbar sein, unterhalb der 12V Zündspannung der Zenerdiode auch bei vollem Anschlag. Wenn das so nicht geht, ist die die Kette Relais mit R203 plus R204 faul. Bei STANDBY hängt diese Kette in der Luft und am Gitter liegt die volle Minus-Spannung an.

Meß doch einfach mal diese Kette durch, auch Relaisspule separat, weil die als Vorwiderstand zu den 100 Ohm R204 läuft. Wenn ich mal -30V Leerlauf ansetze, sollte die Relaisspule inkl. Parallelwiderstand >150 Ohm liegen. Ansonsten zündet die Zenerdiode bei vollem Abgriff auf R204.

Deshalb mißtraue ich dem 1k R203, weil dadurch der Vorwiderstand zu R204 kräftig verringert wird und evtl. nicht unter der Zündspannung bleibt.

73 Peter
DL2TS
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Re: FL-2500, G1 Spannung erhöhen nach Röhrenwechsel

Beitrag von DL2TS »

Hallo Peter´,

Leerlauspannung 28V passt.
R203 hat gemessen 1KOhm, auch der Farbcode passt, braun-schwarz-rot-silber.
RL201 hat 12V DC, und die Spule 111Ohm gemessen.
mit R203 // zusammen 98Ohm.

Meine Idee ganz vom Anfang:
Das Relais am linken Punkt zu trennen, hier mit einem -12V Regler zu versorgen und den rechten Punkt an die Zuleitung zum OPERATE Schalter (Masse) zu legen. Dann könnte der Widerstand zwischen den beiden Elkos veringert und so die Spannung erhöht werden.

73 Thomas
db6zh
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Re: FL-2500, G1 Spannung erhöhen nach Röhrenwechsel

Beitrag von db6zh »

Dein Problem ist aber eine erhöhte Minusspannung. Am einfachsten wäre eine Um-Dimensionierung des Spannungsteilers, so daß am Poti nur 10-11V Minus anliegen. Da ist jetzt die Trafowickelung noch eine Unbekannte, aber im Prinzip solltest Du 50-100 Ohm in Serien mit dem Relais legen, damit das hinkommt. Wenn das Schaltbild kein Druckfehler ist und die Zenerdiode Sinn machen soll, darf das Poti nicht über -12V gedreht werden können (bei OPER ohne HF-Signal für die BIAS Einstellung). Ich nehmen an, der Trafo-Eingang ist auf 2x117V für das 230V Netz geschaltet (nicht auf 2x 110V). Bei 20V AC und Brückengleichrichter sind an sich 28V DC unter Last etwas reichlich. Bei Standby ist es wurscht, aber wenn ich bei 100 Ohm von max -10V bei OPER ausgehe, ist die Schaltung für 100mA ausgelegt. Dazu müßten vor dem Poti bei der gemessenen Leerlaufspannung von -28V per 180 Ohm (inkl. Innenwiderstände Trafo & Dioden) 18V (kaputt gemacht werden. Dazu brauchst Du keine Regler, sondern mehr R in dem Stromkreis. Ist das Relais eigentlich noch Original ?? Bei dem Spulenwiderstand wurde die Schaltung eigentlich nur bei -20V DC funktionieren, aber nicht mehr bei 20V AC.

Sorry, aber ich muß nach Theorie antworten, mangels Gerät. Nachdem im Internet Fehler "Deiner Art" nicht zu finden sind (von mir zumindest), gehe ich davon aus, daß irgend etwas an Deinem Gerät anders ist...... und viele Teile kommen ja nicht in Frage.

73 Peter
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