JRL-2000F Netzkurzschluss

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dk2tw
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JRL-2000F Netzkurzschluss

Beitrag von dk2tw » Do 27. Nov 2014, 17:00

Hallo
Meine Endstufe hat kurz 2 Minuten nach dem einschalten einen Netzkurzschluss gemacht. 16 A+
Wahrscheinlich das erste Powernetzteil. Alles andere, auch power, war noch aus, und die Hilfsanzeigen alle an und in Ordnung.
Versuch: beim langsamen Netzhochfahren über einen Variac erscheinen ganz langsam alle Anzeigen, Netzstrom niedrig, ca. 1 A aber ab 90 V Netzspannung auf einmal Bums. Ein sehr harter Kurzschluss Natürlich habe ich einen 2000 W Heizlüfter für den Versuch dazwischen.

Alle Endstufentranssistoren müssen also auch ok sein, es ist ja ohne Signal passiert.
Beide Sicherungen sind gute Sicherungen, sind ja noch ganz. :lol: Für cw-ler: hi
Wenn es nicht so schwierig wäre, 70 V dc bei ca 25 A zu liefern, wüsste ich ja was machen.

Was meint man so? Der Service wurde natürlich, wie in Japan üblich, eingestellt. Schon meinen JST 245 muste ich das erste 60V Netzteil selbst reparieren. Das ERSTE Netzteil hat nur 60 V. Es hat 68 Transistoren und 10 ICs/Optokopler. (!) Sehr einfach !

vy 73,
DK2TW, Rolf

dj7ww

Re: JRL-2000F Netzkurzschluss

Beitrag von dj7ww » Do 27. Nov 2014, 20:25

dk2tw hat geschrieben:
Was meint man so? Der Service wurde natürlich, wie in Japan üblich, eingestellt. Schon meinen JST 245 muste ich das erste 60V Netzteil selbst reparieren. Das ERSTE Netzteil hat nur 60 V. Es hat 68 Transistoren und 10 ICs/Optokopler. (!) Sehr einfach !
Wozu 68 Transistoren in einem Netzteil?

Statt reparieren ein anderes Schaltnetzteil kaufen.

73
Peter

dk2tw
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Re: JRL-2000F Netzkurzschluss

Beitrag von dk2tw » Fr 28. Nov 2014, 11:28

dj7ww hat geschrieben:
dk2tw hat geschrieben:
Was meint man so? Der Service wurde natürlich, wie in Japan üblich, eingestellt. Schon meinen JST 245 muste ich das erste 60V Netzteil selbst reparieren. Das ERSTE Netzteil hat nur 60 V. Es hat 68 Transistoren und 10 ICs/Optokopler. (!) Sehr einfach !
Wozu 68 Transistoren in einem Netzteil?

Statt reparieren ein anderes Schaltnetzteil kaufen.

73
Peter
Ein Peter-Witz. Die Antwort stand in meinem Post. ::SERVICE EINGESTELLT ! Also nix Kauf!
Und die Platine hat 15X10 cm. Nur für das erste Netzteil. Es lieferte 60 V bei 6 Ampere für den JST 245. Übrigens: Hier dreht es sich um die JRL-2000. Dieses Netzteil muss über 1.500 Watt erbringen. Bei 75 Volt.

Vielleicht ist jemand weniger witzig?
73
Rolf

dj7ww

Re: JRL-2000F Netzkurzschluss

Beitrag von dj7ww » Fr 28. Nov 2014, 16:16

dk2tw hat geschrieben:
dj7ww hat geschrieben:
dk2tw hat geschrieben:
Was meint man so? Der Service wurde natürlich, wie in Japan üblich, eingestellt. Schon meinen JST 245 muste ich das erste 60V Netzteil selbst reparieren. Das ERSTE Netzteil hat nur 60 V. Es hat 68 Transistoren und 10 ICs/Optokopler. (!) Sehr einfach !
Wozu 68 Transistoren in einem Netzteil?

Statt reparieren ein anderes Schaltnetzteil kaufen.

73
Peter
Ein Peter-Witz. Die Antwort stand in meinem Post. ::SERVICE EINGESTELLT ! Also nix Kauf!
Und die Platine hat 15X10 cm. Nur für das erste Netzteil. Es lieferte 60 V bei 6 Ampere für den JST 245. Übrigens: Hier dreht es sich um die JRL-2000. Dieses Netzteil muss über 1.500 Watt erbringen. Bei 75 Volt.

Vielleicht ist jemand weniger witzig?
73
Rolf
Du machst die Witze. Vom original Netzteil war keine Rede.
Manche Firmen bauen Schaltnetzteile um sie zu verkaufen.

73
Peter

dj7ww

Re: JRL-2000F Netzkurzschluss

Beitrag von dj7ww » Fr 28. Nov 2014, 21:45

dl8dww hat geschrieben:Hallo Rolf,
ein Netzgerät findest Du hier:
http://www.datatec.de/Netzgeraet-Stromv ... /index.htm

die Gustav Klein GmbH könnte dein Problem auch lösen: http://www.gustav-klein.de/

73 Wolfgang
Die Blade Server Netzteile ESP120 von HP bekommt man für um die 50 Euro.
Werden auch gerne als Lader für Lipos von E-Antrieben verwendet und um LDMOS 2KW Endstufen zu betreiben.
In diesem Fall hier muss jedoch die Spannung höher gestellt werden.
Ab Werk sind sie auf 52V eingestellt und liefern 57A.

Gruß
Peter

dk2tw
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Re: JRL-2000F Netzkurzschluss

Beitrag von dk2tw » Fr 28. Nov 2014, 22:22

Natürlich dachte ich an die Reparatur des in die Endstufe integrierten Netzteils. Es ist ja in alle Überstrom-und ähnliche in der Endstufe auftretende Störfälle mehrfach eingebunden. U.a. SWR und alles andere, wie Transzienten.

Das andere vom JST 245 wurde ja von mir erledigt.
Immerhin Danke für die Hinweise auf Lieferanten. Aber schon der Preis für eines, was nicht mal halb so stark ist wie das hier empfielt sich nicht. Und erst recht nicht die o.a. Kriterien.

Also, vielleicht hat einer Tipps für die Reparatur. Der auch das Gerät genau kennt.

Vielen Dank bisher,
Betse 73
Rolf DK2TW

dj7ww

Re: JRL-2000F Netzkurzschluss

Beitrag von dj7ww » Fr 28. Nov 2014, 23:07

dk2tw hat geschrieben:

Immerhin Danke für die Hinweise auf Lieferanten. Aber schon der Preis für eines, was nicht mal halb so stark ist wie das hier empfielt sich nicht.
Na ja, wenn Dir 50€ für ein 3KW Netzteil zu billig ist dann heiz den Lötkolben an.

Als Tip vielleicht noch die Spannung an der Primärwicklung von T201 ansehen ob die bis 90V Netzspannung in Ordnung ist, vielleicht stimmt mit dem Schaltwandler was nicht.

73
Peter

dk2tw
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Re: JRL-2000F Netzkurzschluss

Beitrag von dk2tw » Sa 29. Nov 2014, 16:06

Danke für den Tipp
Allerdings muss ich warten, bis ich jemanden habe, der mir hilft das Gewicht von 35 Kg ins Labor zu schleppen. Daselbst haben wir schon einmal eine JRL 2000 F auf die Reihe gebracht.

Übrigens: Ein 3 KW-Netzteil für 50 € ? Vielleicht hätte das garnicht die richtige Spannung. Störfest?

jedenfalls mni tnx
73 ,
Rolf DK2TW , auch www.rennwald.de

Dort steht auch im linken Menu mein Automatik-Tuner, einmal analog, und einer digital

dj7ww

Re: JRL-2000F Netzkurzschluss

Beitrag von dj7ww » Sa 29. Nov 2014, 22:43

dk2tw hat geschrieben:
Übrigens: Ein 3 KW-Netzteil für 50 € ? Vielleicht hätte das garnicht die richtige Spannung. Störfest?
Ich hatte das bereits geschrieben:
Die Blade Server Netzteile ESP120 von HP bekommt man für um die 50 Euro.
Werden auch gerne als Lader für Lipos von E-Antrieben verwendet und um LDMOS 2KW Endstufen zu betreiben.
In diesem Fall hier muss jedoch die Spannung höher gestellt werden.
Ab Werk sind sie auf 52V eingestellt und liefern 57A.
Das Netzteil hat 2950VA, bis 57V lässt es sich am Poti hochdrehen, will man mehr als 63V haben muss man Widerstände ändern und die Überwachung für Überspannung anders einstellen.
Ich betreibe meine IC-2KL und 4x500W Module vom KSG1300 damit, Störungen habe ich keine, habe auch nur Koaxgespeiste Monobandantennen die einigermassen hoch oder weit weg vom Haus installiert sind.

Typisch waren 6 davon im BL20 Einschub 19" für die Bladeserver installiert, sind daher in rauhen Mengen im Markt.
Das Gewicht liegt so bei 12kg.

73
Peter

dk2tw
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Re: JRL-2000F Netzkurzschluss

Beitrag von dk2tw » So 30. Nov 2014, 21:27

Hallo Peter,
das ist eine gute Nachricht.
Ich habe schon etwas gegoogelt, aber noch nichts entscheidendes gefunden, ob man die Ausgangsspannungsteiler wirklich auf 75 V einstellen kann, und wie man dann die Spannungsteiler findet für die Überspannung, Ich werde dann evt, mal auf 80m oder 160 so nachfragen.
Wenn es so preiswert ist, ist es einen Versuch wert.

Eines muss ich aber vorab im Schaltbild klären: Ob dann die Hilfsspannungen aus den 75 V der alten kaputten main powerunit hergestellt werden, (wie es der JST 245 aus den 60 V macht)
Aber das wird etwas für die Feiertage.



Vielen Dank, und vy 73,
Rolf DK3TW

dd4da
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Re: JRL-2000F Netzkurzschluss

Beitrag von dd4da » Mo 13. Apr 2015, 8:09

Ist das Problem eigentlich gelöst worden ? Ich habe auch noch so eine PA und interessiere mich daher schon für die Fehler die auftreten können.
Ich erinnere mich noch vage an das Netzteil - eine sehr aufwendige Konstruktion. Das Hilfsnetzteil für die Logic ist in der Stufe vor dem Endstufennetzteil
untergebracht, die für die Blindleistungskompensation zuständig ist.
Das eigentliche Netzteil für die PA ist in UNIT CBG-68 und die arbeitet mit zwei parallel geschalteten MOSFet Transistoren a la 2SK1250. Einer von denen wird gestorben sein. Den Schaltregler TL594CN würde ich auch gleich mal tauschen - das Ding findest du in fast jedem PC-Netzteil. Die Transistoren TR205-206 sind IRFU120 und sowie die beiden 470µF Elko an Eingang sollten auch mal vorher geprüft werden.
Ich habe meine bereits vor einigen Jahren gewechselt denn die waren auch nicht mehr so ganz ok.

Ersatztransistoren:
Ersatz für die 2SK1250 findest du aktuell für $2.7 das Stück hier: http://www.esgonlinestore.com/highfrequ ... 22860.html
Ich habe dort schon mal was Bestellt und mit Paypal gezahlt. Das hat gut funktioniert - man muss halt über $10 Mindestbestellwert kommen. Ich rate dazu 8 Stück zu nehmen, wenn die ersetzt werden müssen.

Digikey hat den IRFU120 für $0.91 das Stück.
http://www.digikey.com/product-detail/e ... -ND/352511


Schlecht sieht es für die PA-Transistoren aus - die zu bekommen dürfte problematisch sein. Ich bekam meine PA geschenkt, da die Transistoren gestorben waren und Ersatz nicht mehr liefer- oder bezahlbar war. Außerdem sind umgestempelte Plagiate aus China im Umlauf. Zu meinem Glück half mir ein Freund im QRL in den USA aus, die noch 55 Stück hatten und sie mir überließen. Heute würde ich den Aufwand scheuen und mich nach einer defekten PA umschauen. Ich habe derweilen auch eine nagelneue Ersatz-PA angeschafft, die im Fall eines Ausfalls einspringen kann. Die Qualität der JRL2000F ist jedoch von der Expert 1K-FA nicht zu erreichen.
Noch einen Hinweis zu den verbauten Lüftern. Die solltest du wechseln und gegen 178qm/min Papst tauschen und mit einer Regelung versehen. Die PA wird permanent von 40° C auf 30°C runtergekühlt. Das permanente Aufheizen und Abkühlen tut ihr nicht gut. Ich habe die beiden Thermostatkontake die gegen GND ziehen, mit Reed-Relais geschalteten und einem Widerstand überbrückt, so dass die Lüfter kaum merklich aber dauerhaft laufen, sobald die PA eingeschaltet wird. Die Schaltspannung des Einschalt-Relais nutze ich für die Reed-Relais, damit die Lüfter auch nach abschalten der PA nicht permanent laufen.

Ich würde mich sehr dafür interessieren was aus der PA geworden ist. Über Info wäre ich dir sehr dankbar.
vy 73 de Gerhard, DD4DA

dk2tw
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Re: JRL-2000F Netzkurzschluss

Beitrag von dk2tw » Mo 13. Apr 2015, 13:09

Guten Morgen, Gerhard
vielen Dank für Deine seeeehr ausführlichen Bemerkungen.

Ich habe die PA noch nicht in die Hand genommen (sie ist auch für mich zu schwer geworden)
Sie steht auf dem Regal über dem IC 775 DSP, der allerdings mit seinen 200 Watt für mich im Augenblick völlig ausreicht. Ich habe 84 Jahresringe, früher DL3NO und mache kein DX mehr.
Aber früher war alles Selbstbau, auch ein nachgebauter Collins 75 A4 und SEHR viele Sender-Empfänger. Vor paar Jahren noch 2 Automatik-Tuner ( kannst sehen bei www.DK2TW.de , links die Spalte runter zu Tuner.
Meine PA war gleich am Anfang 2 mal kaputt, einmal auch das Netzteil. Reparatur bei der Firma.
Bei den PA-Transistoren war auch einmal ein Defekt. Es war bei 160 m. ich denke, dass die Kombiner in ihrem Kern übersättigt waren, und dann der Schutz für dieTransistoren nicht schnell genug war, als dann im Tuner irgendwas passierte.
Das habe ich so behoben: Parallel zum Ausgang eine Reihe in Serie geschalteter Glimmröhrchen, die bei der HF-Spitzenspannung (240 V mal Wurzel zwei ? ?) zündeten. Und mehrere Reihen davon parallel geschaltet.
Ich denke so an die 100 Stück. Das war dann absolut stabil. Die Transistoren back-to-back sind ja pervers mit ihren vertauschten Anschlüssen. Du weißt ja Bescheid.

Den Lüfter-Terror hatte ich ähnlich wie Du gelöst: Über einen Vorwiderstand lasse ich die Lüfter dauernd laufen. Der Widerstand ist mit einem Elko überbrückt, damit die Lüfter durch den Stromstoss anlaufen, was sie sonst nicht taten. Die eingebaute Regelung schliesst dann das ganze nach 2-3 Minuten kurz, was dann den Tornado entfesselt.

Nochmal vielen Dank für Deine Mühe. Vielleicht mache ich es mal, oder auch nicht. 2 von den Antennentasten sind auch durch die Hitze einer davor brennenden Leuchte etwas deformiert.

Dann mal beste 73, und weiterhin viel Spaß mit Deiner PA.

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