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CW-Übungshilfen

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dl5pl

CW-Übungshilfen

Beitrag von dl5pl » Fr 28. Sep 2007, 20:53

Mangels einer Kategorie "Telegraphi" (ohne "Schnell") stelle ich hier mal einen meiner Artikel aus unserem OV-Forum ein. Diesen habe ich bereits vor ca. einem Jahr verfasst und stehe nach wie vor dazu.
Vielleicht hilft es ja jemandem, in diesem Bereich besser zu lernen.
Falls es hilft, würde ich mich über Antworten freuen. Falls nicht ignoriert es einfach :D
--

Nicht nur für Anfänger dürfte das Buch von Heinrich Langkopf, DL2OBF "Morsen - Minimaler Aufwand, Maximale Möglichkeiten " interessant sein (u.a. im DARC-Verlag erhältlich).
ISBN: 3-88692-046-1
Das Buch umfasst ca. 250 Seiten, wovon ca. 200 Seiten für mich wirklich interessant waren. Die letzten 50 Seiten beinhalten Landeskenner, DXCC-Länderliste u.a.
Aber auf den ersten 200 Seiten beschreibt der Autor viele Details des Morsens und zwar m.E. für den Laien verständlich ! Von der Geschichte über Betriebstechnik bis hin zu einer detailierten "Morsetasten-Beschreibung" reicht die Bandbreite.
Ich fand beim Lesen des Buches viele Antworten auf offene Fragen, was mich dazu trieb, immer weiterzulesen. Plötzlich, am späten Abend des ersten Tages, hatte ich das Buch durch. Seitdem schaue ich immer mal wieder rein, um bestimmte Dinge nachzulesen.
Bild

Die CW-Zeichen konnte ich sehr gut mit dem Morsekurs des DARC lernen.
Zu finden ebenfalls im DARC-Verlag .
Als MP3-CD-ROM trägt er den Titel "DARC-Morsekursus Daten-CD-ROM " (ca. 13,- EUR).
Damit konnte ich die Zeichen wirklich gut lernen. Das beiliegende Heftchen mit weiterführenden Infos und allen Lektionen in Textform ist ebenfalls sehr hilfreich und sollte nicht fehlen! Mit einer Kopie des Datenträgers ist es nicht getan, das will ich -abgesehen von Urheberrechtsverletzungen- hier ausdrücklich sagen. Der Kurs macht nur komplett Sinn. Ok, man merkt den Formulierungen an, dass sie aus 1980 (?) stammen... Das konnte ich aber wunderbar ignorieren. Der getriebene Aufwand (Männer- und Frauenstimme) sorgt jedenfalls für Abwechslung.
Bild


Wer schon etwas sicherer ist, dem kann ich folgendes empfehlen:

Das kostenlose Programm "CW Player " findet ihr unter:
http://rivat.chez-alice.fr/software.htm#Logiciels_radio

-Vielen Dank an DH2SH für den Tip!-
Hiermit können Textzeichen zu CW-Signalen umgewandelt, angehört und sogar abgespeichert werden. Von einzelnen Buchstaben bis zu fertigen Texten ist vieles enthalten.
Sogar der Import und anschliessendes "Senden" über die Lautsprecher von Textdateien wird untertützt! Damit hat man immer neue Übungstexte zum hören (natürlich in CW).
Auch kann das Programm gegebene Zeichen in Text umwandeln - somit ideal, um beide Varianten (hören / geben) zu üben.

Wem die Texte ausgehen, der wird unter http://www.df2ok.privat.t-online.de/afu01a.htm#FILES jede Menge Texte aus dem Alltag finden.

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Hier mal meine persönliche Anfänger-Meinung zum Thema "CW lernen":
An der Stelle wollte ich eigentlich auch noch einen Link der "AGCW" einfügen, habe es aber nicht getan. Warum?
Wer sich als Anfänger für das Thema interessiert, wird sehr schnell merken, dass es verschiedene Methoden zum CW-Lernen gibt. Schon allein die Entscheidung "Nach welcher soll ich denn lernen?" kann einen Interessenten zur Aufgabe des Themas treiben....

Ich vermisse auf all` den hilfsbereiten Webseiten einen klaren Standpunkt.
Statt, wie oben geschrieben, ein klares "Startsignal" zu geben (Buch / Audio-Kurs), wird lang und breit dargestellt, warum das eine oder andere besser sei.
Diesem "Dilemma" unterliegt in meinen Augen auch die "AGCW".

Das o.g. Buch ist meiner Meinung nach sehr gut geeignet, sich einen Überblick zu verschaffen. Nach dem Durchlesen kann sich der Interessent entscheiden, ob er noch immer interessiert ist, diese Betriebsart zu erlenen. Dafür stellt das Buch eine gute Grundlage dar.
Wer sich ernsthaft -also über mehrere Lektionen- mit dem "DARC-Morsekurs" beschäftigt und meint, es ginge garnicht, dem kann man immernoch Alternativen aufzeigen.

Wenn die Zeichen weitestgehend sitzen (nach ca. Lektion 11) kann man mit Bekannten üben und/oder das Übungsprogramm nutzen. Übrigens ist man bereits nach Lektion 8-9 weitestgehend in der Lage, mit Funkfreunden Klartext-QSOs zu führen!
Zwar ist jede Lektion nur 11 Minuten lang, lebt aber von ständigen Wiederholungen!!
Eine Woche pro Lektion (also täglich ein- oder zweimal 11 Minuten) sollten schon sein.
Unter bekannten Funkfreunden ist die Anspannung dann weitestgehend weg, weil ja alle wissen, dass hier jemand übt.

So hat man nach ca. 2-3 Monaten eine gute Grundlage erreicht. Aber eben nur eine Grundlage. Wer glaubt, nun Tempo 60 BpM zu beherrschen, der irrt. Ab jetzt getzt`s an das Festigen des Erlernten und die Temposteigerung.

Vielleicht findet ja doch der eine oder andere dadurch eine neue Betriebsart oder frischt seine Kenntnisse wieder auf. Das o.g. Buch kann ich jedenfalls nur empfehlen.
Diese 9,80 EUR sind es allemal wert, um sich einen aktuellen Überblick zu verschaffen.

73 de René

PS (gleich im Vorwege):
Nein, ich bekomme keinerlei Vergünstigungen für diesen Beitrag!
Er spiegelt meine Meinung wieder und kann vielleicht Interessenten helfen. Ich lerne übrigens noch immer (allein) und habe bisher drei CW-QSO`s geführt.
Bei allen nutze ich wegen des hohen Gebetempos der Gegenstation eine Mitlese-Software. Aber ich gebe nicht auf und "lausche" immer weiter, um meine Fähigkeiten zu verbessern!

PPS:
Vielen Dank an dieser Stelle an DH1GAP, der sich am 23.09.07 (mein CW-QSO Nr. 3) sehr viel Zeit nahm, um ausdrücklich laaaaangsam zu geben! :D
Auch, wenn es (mir) ein Gefühl von "Peinlichkeit" vermittelt, kann ich nur empfehlen, die Gegenstation um QRS zu bitten. Ich habe ihm ebenfalls gesendet, daß dies QSO Nr. 3 in CW sei.
Auch, wenn ihn mein langsames und sicher unsauberes Geben stark forderte, hielt er "tapfer" durch.
Das ist eben auch HAMSPIRIT
Vielen Dank!

dl8lj

Beitrag von dl8lj » Di 9. Okt 2007, 15:44

Ich finde es eigentlich selbstverständlich, daß eine schnellere Station sich an das Tempo der langsameren anpasst... dafür sollte es eigentlich garkeines "PSE QRS" bedürfen.

Ich habe vor einigen Tagen eine Station CQ rufen hören, die abwechselnd recht flott (ich schätze >= 150BpM) und angenehm langsam (~ 60-80BpM) gerufen hat um jedem eine Chance zu geben zumindest das Rufzeichen mitzuschreiben.

Das empfand ich als sehr vorbildlich!

dl3rtl
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Beitrag von dl3rtl » Mo 10. Nov 2008, 11:41

@dl5pl:

Mich wundert ebenfalls, dass es hier keine Rubrik Telegrafie gibt, sondern nur Schnelltelegrafie...
Alle Stufen schwingen, nur der Oszillator nicht.

1887785

Telegrafie

Beitrag von 1887785 » Mo 10. Nov 2008, 21:24

Vielleicht darf ich hier etwas Reklame machen für unser Experimentelles Forum der AGCW DL e.V....
Dort dreht sich "fast" alles zum Thema Telegrafie.

http://forum.agcw.org/index.php

dl6ock
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Allgemeine Forenbereiche

Beitrag von dl6ock » Di 11. Nov 2008, 12:17

Hallo Daniel,

Daniel, dl3rtl hat geschrieben:Mich wundert ebenfalls, dass es hier keine Rubrik Telegrafie gibt, sondern nur Schnelltelegrafie...


Mit "Sonstiges"-Foren ist sichergestellt, dass es für alle Amateurfunkthemen einen Forenbereich gibt.

Telegraphieausbildung kann in "Ausbildung: Weiterbildung" oder "Ausbildung: Sonstiges" besprochen werden, Telegraphie-Betriebstechnik in "HF: Betriebstechnik" oder "VUST: Technik und Betrieb".

Wenn zu einem Thema wie Telegraphie dann viele Beiträge zusammenkommen, kann dafür ein eigener Forenbereich eingerichtet werden.

Vy 73

Julian, DL6OCK

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