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Magnetic Loop = mehr Störungen?

(Antennen, Anpassung, HF-Leitungen..)
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DL1WIL
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Magnetic Loop = mehr Störungen?

Beitrag von DL1WIL » Fr 6. Mai 2016, 16:23

Hallo alle,

leider kann ich als Stadtmensch keine Antennen draußen aufbauen, also direkt unter Dach. Das hat zur Folge, dass ich auf 40 m ein ständiges qrm von S7-9 habe. Also wurde mir empfohlen, eine ML von den Bereich von 40 - 10 m aufzubauen. Bekommen habe ich ebenfalls eine. In einem Elektronikgeschäft sprach ich mit einem Angestellten, der Ingenieur für Elektronik irgendwas ist. Der hat mir von einer ML massiv abgeraten, weil diese mit ihrem starken H-Feld starke Störungen bei meinen Nachbarn produzieren würde, u. a. weil diese Antenne am Dreko sehr hohe Spannungen induziert. Mit meinen ggw. Dipol ist/wäre das nicht der Fall; und bisher habe ich keine Klagen gehört.

Jetzt bin ich etwas :roll: verwirrt. Jeden Artikel den ich gelesen habe, lobte die Antenne wegen ihrer E-Feld-Taubheit. Kein Artikel ging auf eventuelle Störungen von Geräten ein, die zumindest durch das H-Feld erzeugt werden.

Was meint ihr???

Danke euch

Wil

dl5ym
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Re: Magnetic Loop = mehr Störungen?

Beitrag von dl5ym » Fr 6. Mai 2016, 21:10

Hallo,
spätestens, wenn du dich mit der EMV-Erklärung beschäftigt hast, solltest du die Dinge klarer sehen.
(und ggfs. auch präzise Nachfragen können)

Fred

db6zh
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Re: Magnetic Loop = mehr Störungen?

Beitrag von db6zh » Di 10. Mai 2016, 15:52

Es gibt sehr unterschiedliche Bewertungen von Magnetic-Loops, an sich mehr positive. Ich habe keine Erfahrung, kenne sie nur aus der Literatur und Berichten, aber zu Deinem "Elektronk-Ingenieur-Kommentar": magnetische Felder entstehen durch Ströme, elektrische Felder durch Spannung - das sollte auch ein E-Ing. ohne HF-Kenntnis wissen. Die Spannung am Kondensator der ML kann nur stören, wenn es zu Überschlägen kommt ("Funken-Störung"). Ansonsten wird ein E-Feld durch Bauwerke, speziell Stahlbeton - d.h. durch leitendes und geerdetes Material stärker geschwächt als ein magnetisches Feld. Heißt: Deine Nachbarn werden eher das H-Feld "abkriegen", da hat Dein Ing. allerdings recht. Die Frage ist nur -- wieviel ??

Probiere es aus, Deine Nachbarn werden sich im Fall der Fälle schon melden. 73 Peter

DL8DWW
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Re: Magnetic Loop = mehr Störungen?

Beitrag von DL8DWW » Fr 20. Mai 2016, 18:04

Hallo Wil,
Eine ML kann bei Unterdachmontage gegenüber einer Drahtantenne durchaus Vorteile haben.
Wenn Dir eine ML zur Verfügung steht, dann kannst Du diese für den Empfangsfall testen und mit der Drahtantenne vergleichen.
Einzuhaltende Sicherheitsabstände können mit dem Prg. Wattwächter, von der BNetzA kostenfrei zur Verfügung gestellt, ermittelt werden.
73 Wolfgang

DL1WIL
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Re: Magnetic Loop = mehr Störungen?

Beitrag von DL1WIL » Mo 6. Jun 2016, 17:42

Danke für die Antwort. Mit der ML rudere ich erstmal zurück. Die mir geschenkte kann nur 14 bis 30 MHz.

Inzwischen bin ich auch schlauer geworden. Zwei Nachbarinnen bescherten mir während ihrer Urlaubszeit ziemlich ungestörten Empfang. Nun heißt es herauszufinden, welches Netzteil einen Schaden wech hat …

DL1WIL

P.s.: Ansonsten hält mich eher das Gezicke der Sonne von der KW fern.

DL9OBA
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Re: Magnetic Loop = mehr Störungen?

Beitrag von DL9OBA » Do 15. Mär 2018, 16:38

Lese diesen Beitrag zwar etwas verspätet, kann aber auch als Stadtmensch mit sehr eingeschränkten Platzmöglchkeiten eine ML nur empfehlen.
Auf unserem Grundstück habe ich maximal 12m Aufbaulänge, aber ich wollte den ganzen Garten nicht mit Drähten überspannen und auch auf 80m arbeiten. Bei der engen Bebauung hatte ich auch bisher mit starkem QRM zu kämpfen, teilweise S7..S9 als Grundpegel. Nun habe ich seit kurzem eine AMA82, die arbeitet von 80m bis 20m, überall SWR kleiner 1,3 ! - QRM kaum noch zu hören. Also für Stadtmenschen ideal.
Einziger Nachteil, man muss ständig abstimmen und das ist etwas umständlich, das Steuergerät hat keinen Speicher und wird rein manuell bedient. Mit einem Antennendipper kann man aber sehr gut voreinstellen, wohingegen die empfohlene Abstimmung mittels Rauschen mühselig ist. Denke derzeitig über eine Lösung mittels ARDUINO oder Raspberry nach, hat da eventuell jemand etwas probiert?
Ansonsten bei starken Störungen erst einmal alle Schaltnetzteile, besonders für angeschlossene Laptops untersuchen. Hier hatte ich Netzteile die einen breiten HF Zaun erzeugten, teilweise Breitbandrauschen oder sogar NF Störungen in der Soundkarte. Alles durchforsten und notfalls weg damit, besonders kritisch sind namenlose Fernostmodelle..

DL1WIL
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Re: Magnetic Loop = mehr Störungen?

Beitrag von DL1WIL » Fr 16. Mär 2018, 23:25

Mein Problem geht inzwischen weiter: Neben den 20 m Höhe unterschied zwischen dem Dachboden und meiner Wohnung, muss ich meine ML auch noch mit Masse versehen. Ein PC muss weiterlaufen, auch wenn ich mit nur minimalster Leistung arbeite.

Mal sehen was wird

DJ8TX
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Re: Magnetic Loop = mehr Störungen?

Beitrag von DJ8TX » So 18. Mär 2018, 19:08

Hi,

Auch ich bin in der Situation, nur mit einer Balkonantenneqrv sein zu können. Seit 2014 benutze ich fast tägich meine Eigenbau-Mag.Loop suf dem Balkon auf den Bändern 40 - 10m.
Von den 100 W, die ich zur Antenne schicke, werden lt. Loop-Kalkulationsprogramm nur etwa 4% als Strahlung wirksam. TVI oder BCI hat es noch nicht gegeben. Dabei steht das eigene TV-Gerät nur etwa 4m von der Antenne entfernt im Zimmer. Lediglich bei einem ganz alten Kofferradio wird ab und zu der NF-Verstärker etwas beeinflusst (zugesteuert). Von Nachbarn kamen bisher auch keinerlei Beschwerden.

73, Bernd

dl8sfz
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Re: Magnetic Loop = mehr Störungen?

Beitrag von dl8sfz » So 18. Mär 2018, 22:07

Ich habe mir ebenfalls eine Magnetic-Loop selber gebaut für die Bänder 17m bis 10m. Abgestimmt habe ich per Elektromotor am Kondensator. Mein Balkon ist so ein Loggia-Balkon, unter dem ich die Antenne aufgehängt hatte. Leider ist bei mir das komplette Dach mit einer leitfähigen Folie isoliert, sodass auch unter Dach nicht wirklich gute Signale ankommen. Zudem sammeln sich unter dem Dach die Störungen, die ich im Zimmer nachweisen kann.

Mein Fazit:

* Ja, Magnetic Loops funktionieren gut, gerade die Schmalbandigkeit ist eine gute Vorselektion.
* Unbequem, denn gerade die Schmalbandigkeit macht ein "kurz mal übers Band drehen" zur Tortour!
* Auch Magnetantennen funktionieren hoch und frei deutlich besser als unter Dach.
* Die Verarbeitung der elektrischen Verbindungen bedarf großer Sorgfalt, um nicht nach kurzer Zeit nur noch einen Dummyload zu haben

Ich habe mir danach eine Vertikal aufgestellt, die per Automatiktuner angepasst wird. Welten Unterschied! Von daher kann mich die Magloop nicht mehr so begeistern.

Gruß
Stefan

df5ww
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Re: Magnetic Loop = mehr Störungen?

Beitrag von df5ww » Di 20. Mär 2018, 13:30

dl8sfz hat geschrieben:
Ich habe mir danach eine Vertikal aufgestellt, die per Automatiktuner angepasst wird. Welten Unterschied! Von daher kann mich die Magloop nicht mehr so begeistern.

Gruß
Stefan
Hab ich ähnlich gelöst. Ich kann ja hier nur Indoor und hab jetzt im Shack einen Draht mit etwa 2,2 m Vertikalanteil
und nochmal etwa 6 m horizontal wobei 3 m rechtwinklig in eine andere Richtung gehen. Angepasst wird mit einem
CG-3000 und ein Radial hab ich aus dem Dachfenster auf die Dachhaut geworfen.

Geht soweit ganz gut. Mit ´ner Mag kam ich hier überhaupt nicht zurecht. Mit der inv. L hab ich dann auch 3C3W,
3C0W und TN5R eingesammelt (CW als ATNO´s für DL0AK) und was ich noch brauchte auch für DF5WW. TJ lässt
noch auf sich warten aber ich bin am Ball, HI.

:wink: :wink:
73´s, Jürgen, DF5WW :wink:

dl3lk
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Re: Magnetic Loop = mehr Störungen?

Beitrag von dl3lk » Di 20. Mär 2018, 16:40

ATNO ?

df5ww
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Re: Magnetic Loop = mehr Störungen?

Beitrag von df5ww » Do 22. Mär 2018, 17:02

dl3lk hat geschrieben:ATNO ?
All Time New One, also die erste Verbindung mit diesem Land überhaupt für DL0AK.
Heute ist im übrigen TJ2TT dann doch noch dazu gekommen. Ebenfalls ein ATNO für
die Clubstation ...

:wink: :wink:
73´s, Jürgen, DF5WW :wink:

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