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 Betreff des Beitrags: Mastbefestigung Doppelzepp
BeitragVerfasst: Do 17. Okt 2013, 9:49 
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Registriert: So 21. Jan 2007, 18:07
Beiträge: 7
Wohnort: Ahlen/Kluse, Emsland
Moin allerseits.

Da ich in der glücklichen Lage bin eine 40m Doppelzepp spannen zu können, habe ich einen Antennmast auf dem Dach angebracht, da die Zugkräfte bei freier Aufhängung, meine ich, auf Dauer zu groß werden. Nun geht es mir um den Anschlußkasten für die Speisung mit HL. Ich habe noch einen schönen Postkasten aus Alu. Die Anschlüsse würden durch 30mm POM geführt werden. Bei den Wellenlängen denke ich ist das möglich, lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Würde mich über eine Antwort freuen

73 Wolfgang
DL9WD


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 Betreff des Beitrags: Zepp
BeitragVerfasst: Fr 18. Okt 2013, 5:30 
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Normaler Benutzer

Registriert: So 21. Jan 2007, 18:07
Beiträge: 7
Wohnort: Ahlen/Kluse, Emsland
Danke für den Tip, Wolfgang

73 Wolfgang, DL9WD


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr 18. Okt 2013, 7:54 
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Registriert: Mi 7. Sep 2005, 14:26
Beiträge: 611
Wohnort: Strausberg
Hallo Wolfgang,
wozu der Kasten ?
Warum nicht ein ordentlicher Mittelisolator (oder 2 oder 3 ) und der Rest als Freiluftausführung?
Lötstellen halten ewig - meiner Erfahrung nach Volldrähte auch.
Alles was mit (Cu)Litze ist kannst du nach ein paar Jahren vergessen.
Da geht es nur noch um die Anzahl der Jahre. Da hilft ein Mittelkasten auch nicht wirklich, wenn die Aussenisolation daneben bricht.
Gut Sieht besser aus - und wird gebraucht, wenn du dort eine Symmetrierung versuchst mit Ferriten.
Auch da wieder mit Volldraht und von unten reingehen. Alle "Kästen" brauchen unten ein Loch, wo das Kondenswasser abfliessen kann.

Fred


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 Betreff des Beitrags: Zepp
BeitragVerfasst: Fr 18. Okt 2013, 8:43 
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Normaler Benutzer

Registriert: So 21. Jan 2007, 18:07
Beiträge: 7
Wohnort: Ahlen/Kluse, Emsland
Moin Fred.

Wolfgang DL8DWW hat mir den Tip gegeben, die Schenkel gleich in die Hühnerleiter übergehen zu lassen. Das mache ich auch. Darf der Kasten in den ich den Isolator mit Verzweiger einbauen will, aus Alu sein? Die Antennenlitze ist aus 1.5mm versilbertem, isoliertem Stahl und stammt von der spanischen Telefonica. Drunter hängt die Telefonlitze, die abziehbar ist. Diese Leitungen hängen in ganz Spanien.

73 Wolfgang DL9WD


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa 19. Okt 2013, 10:09 
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Normaler Benutzer

Registriert: Do 22. Jun 2006, 9:01
Beiträge: 221
Hallo Wolfgang,

über Deine HL hätte ich gerne noch etwas gewusst.

Welchen Abstand haben die beiden Leiter der HL?
Im Prinzip kannst Du Deine Antennenlitze (Hoffentlich isoliert wegen Witterungseinflüssen) ohne irgendeinen Übergang (Lötstelle etc.) direkt weiter als HL führen.
Bei mir ist der Isolator oben in der Mitte der Antenne ein 'Fritzelknochen' (die sind sehr leicht), welche ich als Abstandshalter auch auf der HL weiterverwende (zur Fixierung an den Abstandshaltern verwende ich schwarze Kabelbinder). Oben in der Antennenmitte das Kabel zweimal durchziehen (langsam wegen Erhitzung) zur Selbstbremsung beim Spannen und dort noch ein paar Kalbelbinder zusätzlich anbringen. Die Abstandshalter lassen sich sehr leicht verschieben, korrigieren und nur dort anbringen, wo sie notwendig sind. Damit wird das gesamte Gebilde mechanisch ziemlich spannungsfrei, weil sich die Leiter in den Abstandshaltern drehen können und somit Drallwirkungen aus dem Kabel selbst entgegengewirkt wird.

Es ergibt sich etwa ein HL-Leiterabstand von 9 cm. Luftisolation ist eigentlich Pflicht zwischen den HL-Leitern, da sehr hohe Felderstärken und damit Spannungen und damit Verluste (Wasser, Plastik, Schmutz) entstehen können besonders dann, wenn Du die Antenne auf 160 m anpassen möchtest. Das geht noch einigermaßen im Hinblick auf mögliche Funkverbindungen in diesem Band und einer HL mit möglichst großem Leiterabstand das heißt höherem Wellenwiderstand so um 500 Ohm.
Das ist wichtig bei Anpassung von zu kurzen Antennen, weil niedrigere Wellenwiderstände z. B. 300 Ohm auf ungünstigere (kleinere) Wirkanteile des schon hohen Scheinwiderstandes am Ende der HL transformieren.

Übrigens eine sehr gute Antennenwahl, um auf allen Bändern ohne sonstige Möglichkeiten recht gut qrv zu werden und meist irgendwie unterzubringen. Abwinkeln der Enden nach unten ist nicht zu empfehlen aber Du kannst bei Platznot die beiden Schenkel auch im Winkel bis 90 Grad (nicht mehr) aufhängen. Das ergibt sogar auf bestimmten Frequenzen eine ausgeprägte Flachstrahlung abhängig von der Antennenlänge. Bei mir ist das bei einem 2 mal 10 m Dipol mit 90 Grad-Winkel gerade auf 18 MHz der Fall. Die Praxis bestätigt das.
Das ist übrigens in EZNEC sehr schön nachvollziehbar.

Der gewinkelte Dipol hat allerdings einen etwas geringeren Wirkanteil, was aber nicht spürbar ins Gewicht fällt.

Bei der HL solltest Du immer daran denken, das hohe Spannungen und Felder auftreten können speziell zwischen den Leitern der HL und damit der Raum zwischen den Leitern und noch mal nach außen mit Leiterabstand von verlusbehafteten Materialien freigehalten werden sollte eben am besten Luftdielektrikum. Insofern ist auch die Verlegung durch ein Mauerwerk kritisch zu sehen.

Damit kannst Du selbst festlegen, wo Du Halter und Gehäuse anbringen darfst.

Was hast Du für ein Anpassgerät vorgesehen? Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt in Deiner Anlage.

73 de Lebrecht, DJ4CT


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 Betreff des Beitrags: Zepp
BeitragVerfasst: Sa 19. Okt 2013, 15:53 
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Registriert: So 21. Jan 2007, 18:07
Beiträge: 7
Wohnort: Ahlen/Kluse, Emsland
Danke Lebrecht für die ausführliche Antwort. Ich werde die Anschlüsse durch einen 200x200er Kunststoffkasten legen. Der Kasten wird fest mit dem Mast verschraubt. Die Drähte lauf durch eine mit meiner CNC angefertigten Platte, die aus 2xFR4 (Kupfer abgeschliffen) isoliert angebracht wird. Der Leiterabstand beträgt 10cm ~570 Ohm. Für die Durchführung in das Haus werde ich 2 verschiedengroße Kuparohre ineinanderschieben und dann mit einem Ring als Abstandshalter versehen. Es sind nur ca. 5m bis zum Koppler(Z-Macht 1KW). Das kann sich natürlich schon als Resonanzlänge erweisen. Aber es ist eben Experimentalfunk.

v73 Wolfgang
DL0WD


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di 22. Okt 2013, 16:22 
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Registriert: Do 22. Jun 2006, 9:01
Beiträge: 221
Hallo Wolfgang,

prima. Das System der Wanddurchführung habe ich noch nicht ganz verstanden. Ist zwischen den beiden Leitern Luft als Dielektrikum?

Bei mir habe ich die Termoscheibe aus dem Fenster entfernt und eine gleichstarke Plexisglasscheibe eingesetzt. In der Mitte sind zwei Löcher für die HL-Durchführung. Das Ganze kann man bei Bedarf vollkommen rückgängig machen. Man könnte auch ein etwas kleinere Termoscheibe anfertigen lassen und den Rest aus Plexisglas.

In Deinem Fall gäbe das ein beachtliches Loch in der Wand.

Evtl. hast Du Zugriff zu einem Netzwerkanalysator. Hervorragend geeignet ist der FA-VA3, da Du damit auch an symmentrischen Stellen erdfrei messen kannst. Mit Bluetooth kann man die Messergebnisse auf den Rechner über das Band gewobbelt übertragen. Damit weißt Du recht gut, was Dich an Impedanzen erwartet.
Evtl. ist das Anpassgerät hf-mäßig mit einer Mantelstromsperre hochzulegen, weil im ungünstigen Fall auch geringe Gleichtaktkomponenten auftreten können, welche Dein SWR nicht ganz auf 1 bringen, weil der Trx diese Komponente evtl. 'sieht'.
Bei mir verringert die Mantelstromsperre damit auch je nach Band den manmade-Noise deutlich.
Beim Anpassen auf höchsten Antennstrom abzustimmen und diese Einstellung merken.
Das geht bestens mit der albekannten Lämpchenmethode.

Ich mehme an, Dein Anpassgerät ist hf-symmetrisch aufgebaut.

Wenn Dein Anpassgerät die Impendanz nicht 'greifen' kann, dann kannst Du Dir sehr schön mit HIlfe der Messergebnisse des FA-VA3 überlegen, welche Zuschaltung Du am Eingang Deines Anpassgerätes anbringen kannst meist genügt ein kleines Parallel-C.

Es wäre interessant, von Deinen Ergebnissen zu hören.

73 de Lebrecht, DJ4CT


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi 23. Okt 2013, 11:04 
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Normaler Benutzer

Registriert: So 21. Jan 2007, 18:07
Beiträge: 7
Wohnort: Ahlen/Kluse, Emsland
Guten Morgen Lebrecht.

Ich möchte als Durchführung durch die Dachpfannen (gesamt ca. 30cm), Isolierwolle und danach 3cm Regips bis zum Shack Kunststoffpanzerrohr nehmen und die Enden wie mit Flaschenkorken(POM) verschließen, stramm ziehen und mit zwei Kunststoffschrauben fixieren. Dann berühren die (isolierten) Drähte die Wände des KuPa-Rohres nicht und ich habe Luft als Dielektrikum. Ich habe den alten Fa-NWT, kann aber nichts messen, da die Drähte noch i.A. unerreichbar auf dem Dach liegen. Geht alles gut, ist die HL heute abend "drinnen". Ich werde Dich auf dem laufenden halten.

73 Wolfgang


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi 23. Okt 2013, 16:27 
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Normaler Benutzer

Registriert: So 21. Jan 2007, 18:07
Beiträge: 7
Wohnort: Ahlen/Kluse, Emsland
Hallo Lebrecht.
Ich bin jetzt mit zwei Pomstäben auf dem Boden gelandet. Dort muß ich morgen die HL verlängern. Ich dachte an 4mm/2 dickes LS-Kabel, da flexibler als der Stahldraht. Von dort gehe ich wieder mit zwei POM-Stäben durch die Regipsdecke. Wie sieht das denn mit dem Knickwinkel der HL aus?
Sollte ich irgendwie falschliegen dann Antwort bitte bis morgen mittag.
73 Wolfgang


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