160m/80m Schleife für DL Verkehr, Überlegungen

(Antennen, Anpassung, HF-Leitungen..)
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dh1lm
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160m/80m Schleife für DL Verkehr, Überlegungen

Beitrag von dh1lm » Fr 10. Jun 2011, 9:01

Hallo Funkamateure,
ich habe seit kurzem endlich genug Platz eine Antenne für die langen Bänder aufzubauen. Ich möchte mit dieser Antenne ordentlich im deutschsprachigen Raum zu hören sein, daher dachte ich an eine liegende Loop, die ich in ca. 10m Höhe aufhängen kann. Der Umfang sind gute 83m, die Verteilung der vier Teilstrecken im Rechteck wäre circa 16x 25x 16x 25m.
Als Speisung (beim Betrieb mit 100W) stelle ich mir Hühnerleiter mit einem Balun, 1:2 oder 1:4 vor, der an meinen unsymmetrischen Tuner angeklemmt wird.
* Gäbe es sinnvollere Antennenvarianten für dieses Ziel?
* Wäre die Balun Lösung so effektiv?
* Welche Rolle spielt die eingesetzte Impedanz der Hühnerleitung an dieser Stelle, oder ist die durch den Tunterbetrieb relativ egal? Die Leitung wäre nicht sehr lang (ca.10 - 12m).

Bin auf Eure Einschätzung gespannt!

55 es 73 de Lothar, DH1LM

2400192

Beitrag von 2400192 » Fr 10. Jun 2011, 11:20

http://www.df3wv.de/antennen.htm

eine Möglichkeit ...

dk9fn
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Beitrag von dk9fn » Fr 8. Jul 2011, 10:58

Hallo,
diese liegende Ganzwellenschleife ist das Beste für DL-Verkehr, da eine sehr hohe Steilstrahlung vorhanden ist. Die Speisung mit Hühnerleiter ist ebenfalls die beste Lösung. Ein Balun (am besten 1:4) ist nur unmittelbar hinter einem unsymetrischen Tuner notwendig, nicht am Speisepunkt der Antenne. Die meisten Tuner haben bereits einen eingebauten Balun dran. Ich selbt habe mir einen Ferrit-Ringkern gewickelt (FT 240-61) und über Stecker stecke ich diesen hinten an die normale Koax-Ausgangsbuchse, wo dann auch die Hühnerleiter mittels Lüsterklemmen ebenfalls am Balun festgeschraubt sind. Die Hühnerleiter hat dann den Vorteil, daß man diese Antenne auf allen Bändern von 160-10m fast verlustfrei anpassen kann, allerdings mit Steilstrahlung, die dann Richtung höchstes Band dann wieder flacher wird. Viel Erfolg so ! vy 73 Siegfried Hari, DK9FN, H40FN

dk2tw
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Beitrag von dk2tw » Mi 3. Aug 2011, 12:37

Zunächst zu DL3FV: Ich habe den Balun gern VOR dem Tuner. Grund ist, dass HINTER dem Tuner bei Allbandbetrieb derart ungeklärte Impedanzverhältnisse herrschen, mit +- J und auch hohe und tiefe Realwerte, dass ein Ausgangsbalun in diesem Fall leicht überfordert wird. Ein Balun hat ja immer nur EINE "design-impedance". Dazu könnt Ihr ja kurz bei mir nachschauen http://www.dk2tw.de im linken Menuebaum "Tuner digital"

Was die spacer anbetrifft: Auch sehr gut. 100 mal besser bei Regen als eine wireman. Ich nahm ein 10 mm Kunststoffröhrchen, längs aufgetrennt und auf ca 70 mm abgelängt. In einer Hilfsvorrichtung kommen dann Querschlitze hinein. EIN Feederdraht ist dann verdrillter 1,4mm Aludraht, und in 64 mm Abstand der nächste. Das ganze wird mit Sekundenkleber fixiert. Ein Draht wird also durch 2 Schlitze gehalten. Auch die Antenne ist 4 mm Alu-Schweissdraht, hält schon weit mehr als 30 Jahre. Größe 60-20-60-20 meter. Allerdings sollten zwischen den Endeiern und den Aufhängpunkten mindesten 5-10 m Nylonschnur sein, damit das ständige Biegemoment in die Schnur kommt, und nicht in das Alu.

Viel Erfolg! 73,
dk2tw

dj1zb

Beitrag von dj1zb » Do 4. Aug 2011, 17:03

Lbe OMs,

im Grund ist mir eigentlich egal, wie jeder mit seinr Antennenanpassung glücklich wird.

Meine eigenen Erfahrungen zu diesem Thema habe ich in cq-DL 4/2009 und 5/2009 niedergelegt. Bei mir war die beste Lösung zur Anpassung einer 84 m langen Drahtschleife ein Hybridbalun, eine Kombination aus einem Spannungsbalun und einem Strombalun am Ausgang eines asymmetrischen Anpaßgerätes. Das funktionierte auch bei Thilo Kootz, DL9KCE. Dieser Weg wird auch auf der Webseite von DF1BT beschrieben. Auch er hebt hervor, daß auf diese Weise auch beide Äste von Dipolen statisch geerdet sind.

Ein Strombalun vor dem Eingang eines asymmetrischen Anpaßgerätes hat bei Thilo Kootz nicht funktioniert. Ich habe das gar nicht erst probiert, weil meine Simulationen zeigten und damit auch die Ansicht von W7EL bestätigten, daß es im Grunde egal sei, ob man einen Strombalun vor oder hinter einem asymmetrischen Anpaßgerät benutzt. Nicht egal ist dagegen die Induktivität dieses Baluns! Die kann niedrig bleiben, wie für 50 Ohm dimensioniert, wenn die Ausgangsbelastung ebenfalls niederohmig ist. Wenn nicht, muß in beiden Fällen die Induktivität des Baluns entsprechend höher sein. Und dann setzen ich und auch Thilo den Strombalun lieber an den Ausgang, damit das Chassis des Anpaßgerätes geerdet bleibt.

Also: Jeder mag selbst versuchen, wie er mit seiner Anpassung selig wird.

73 Ha-Jo, DJ1ZB

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