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Untersuchung und Vergleich FM vs. D-Star

50 MHz bis THz-Bereich, Betriebsarten, Software
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dd3ji
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Untersuchung und Vergleich FM vs. D-Star

Beitrag von dd3ji » Sa 18. Mai 2013, 7:58

Untersuchung und Vergleich FM vs. D-Star

Angeregt durch ein QSO mit Olaf, DB1EPO, habe ich in der Richtung
weitere Versuche in der letzten Zeit an verschiedenen Relais durchgeführt.

Olaf verwendete bei dem QSO 200mW Leistung in D-Star, nach dem er
umgeschaltet hat in FM ( selbige Antenne, QRG etc. ) konnte das
Relais zwar geöffnet werden, allerdings war der Inhalt der Nachricht
derart an der Rauschgrenze das man nichts verstehen konnte.

Er erhöhte dann die Leistung in mehreren Stufen um 10dB, danach war dieselbe Verständlichkeit gegeben wie zuvor bei der 10dB veringerten D-Star-Verbindung !

Deshalb führte ich weitere Versuche durch:

DB0SY Düsseldorf ( Hardware unbekannt )
DB0GWG Remscheid ( Hardware unbekannt, Besonderheit LINGUA im NF-Teil )
DB0KX Viersen ( Hardware DSS-3 )
DB0RKD Dormagen ( Hardware DSS-3, das Ursprungsrelais zum Test )
DB0SE Gemünd ( Hardware unbekannt )

Zuerst wurde mit 2 W und nachgeschaltetem Stufenabschwächer 0-30dB ermittelt welche Leistung zum öffnen des Relais notwendig ist. Diese Leistung reichte aber bei keinem Kandidaten eine Rauschfreie und verständliche Übertragung in Fm zu ermöglichen, war auch nicht zu erwarten.

Dazu waren mindestens ca.15dB mehr erfordrlich !

Erneuter Test dann mit D-Star ergab dann, das nach öffnen der Rauschsperre eine nahezu Artefaktefreie Übertragung bei 7-10dB weniger als mit vergleichbarer FM-Leistung möglich ist.

Also wie beim Ausgangs-QSO mit Olaf auf DB0RKD.

DB0GWG hat leider die Besonderheit das ein Lingua im NF-Zweig installiert
ist, damit wird das D-Star-Signal nur unzureichend übertragen bzw unterdrückt, ich gehe aber davon aus, das sich das Relais auch nicht anders verhält wie die anderen Kandidaten. ( Akustisch kam das D-Star-Signal natürlich rüber )

Aussagen von D-Star-Skeptikern kann ich also keinesfalls bestätigen, D-Star ging unter den gegebenen Bedingungen immer besser als FM !

vy 73 de Frank, DD3JI

db6zh
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Beitrag von db6zh » Sa 18. Mai 2013, 10:55

Es ist zwar interessant, widerspricht aber Untersuchungen von Tetra und anderen digitalen Systemen vs. FM (UKW-Berichte, genaue Quellenangabe müßte ich nachtragen). Wenn es in der Praxis aber so ist wie gemessen, frage ich mich, wozu die D-Star Relaisbetreiber eine höhere Relais-Ausgangsleistung fordern.

Ohne jetzt zu unken und die Untersuchung zu zerreden - die in der Form völlig ok ist: es wäre doch möglich, daß die D-Star Relais per neuerem Datum auch mit besserer HF-H/W ausgestattet sind (RX, Filter, Antenne). Zu einem 1:1 Vergleich müßte man auch die FM-Relais H/W benutzen.

73 Peter

dd3ji
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Beitrag von dd3ji » Sa 18. Mai 2013, 14:53

Hallo Peter,

das ist bei DB0RKD der Fall !

Die Hardware kann ohne Umschaltung FM und D-Star, derselbe RX, derselbe TX , die gleiche H&S-Weiche benutze ich dafür.

Da der User bisher auch immer das gleiche Gerät benutzte, selbiger Standort und NUR zwischen FM und D-Star umgeschaltet hat, ist die einzige Unbekannte dann die Ausbreitung zwischen Relais und User.

Nochmal eben erwähnt, die DSS-3 ist eine ältere Motorola-Hardware von
2002 nix neues von ICOM.

Ich habe den 2 teiligen Artikel in den UKW-Berichten auch gelesen und habe seit ich DB0RKD in der Luft habe das nun mal live, natürlich nicht wissenschaftlich, testen können.

Dazu wollte ich ausschliessen das die Hardware bei RKD das alles "schön" macht, deshalb habe ich das mit anderen Relais auch probiert und da sah es auch besser aus, zb weiss ich das DB0GWG irgendwas anderes kommerzielles benutzt, DB0SJ ich meine was von ICOM, bin mir aber nicht sicher.

vy 73 de Frank

db6zh
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Beitrag von db6zh » Sa 18. Mai 2013, 22:49

Danke für's feedback. Dann grabe ich die Hefte noch mal aus - ob ich da was falsch interpretiert habe. Bei gleicher H/W ist es für mich im Moment unerwartet. So spontan fällt mir dazu nur die Bandbreite ein - wenn ich mir es richtig gemerkt habe, 6,25 vs 12,5 kHz, d.h. schaltet DB0RKD da um (TX-Mod Bandbreite) und ich nehme an gleiche Power ??

Im Prinzip kann ich - nach meiner RTTY Erfahrung 45/50 baud - digital tiefer im Rauschen (NF) arbeiten als es per Sprache geht. Andererseits kommt bei schnellem Digitalbetrieb die Forderung nach größerem S/N, weil sonst die error-rate alles zu nichte macht (speed-abhängig - und damit ebenfalls im Zusammenhang mit der Bandbreite). Ich habe mich mit D-Star in der Hinsicht nie beschäftigt - muß die "Bildungslücke" mal schließen ..... irgendwann ..... :-)
73 Peter

dj7ww

Beitrag von dj7ww » So 19. Mai 2013, 0:54

db6zh hat geschrieben:Danke für's feedback. Dann grabe ich die Hefte noch mal aus - ob ich da was falsch interpretiert habe. Bei gleicher H/W ist es für mich im Moment unerwartet. So spontan fällt mir dazu nur die Bandbreite ein - wenn ich mir es richtig gemerkt habe, 6,25 vs 12,5 kHz, d.h. schaltet DB0RKD da um (TX-Mod Bandbreite) und ich nehme an gleiche Power ??
Die Bandbreite ergibt sich doch automatisch, da muss nichts umgeschaltet werden.

73
Peter

dd3ji
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Beitrag von dd3ji » So 19. Mai 2013, 5:54

Genau Peter, die TX-Power bleibt gleich und bei RKD wird NIX umgeschaltet, die Hardware leitet alles 1:1 durch....

73 de Frank

db6zh
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Beitrag von db6zh » So 19. Mai 2013, 10:39

dd3ji hat geschrieben:Genau Peter, die TX-Power bleibt gleich und bei RKD wird NIX umgeschaltet, die Hardware leitet alles 1:1 durch.... 73 de Frank
Hallo Frank und Peter, hätte ja sein können, via Mod-Index, extra Filter ...... Dann gehe ich von den Standards aus und spiele mal mit den Daten .... in nächster Zeit, aus Neugierde, pressiert ja nicht.

Es ist ein bißchen eine Krux mit solchen Vergleichen. Ich hatte kurz nach einem USA-Urlaub mit dem mitgebrachten VX2R, auch in USA genutzt, sehr bescheidene Rapporte und habe dann nach ein paar eigentlich unmöglichen Rapporten (fast Sichtweite zum Relais) die settings überprüft - es war der halbe Hub, wie in USA üblich. Nach Korrektur im Menue war alles "normal". Vom S/N her hätte ich ja besser sein müssen, aber verstanden hat mich mit 1/2 Hub kaum jemand :-) . (Ich weiß, ...... die anderen RXe usw., Beispiel hinkt)

73 Peter

dl5ym
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Beitrag von dl5ym » So 19. Mai 2013, 13:38

db6zh hat geschrieben: Vom S/N her hätte ich ja besser sein müssen, aber verstanden hat mich mit 1/2 Hub kaum jemand :-) . (Ich weiß, ...... die anderen RXe usw., Beispiel hinkt)

73 Peter
etwas OT: Peter... gehört haben dich alle gut, aber verstanden hat dich niemand ... :-))

So richtig ist mit auch nicht klar. was der Lingua-Rechner bei D-Star macht - geht ohne Lingua nicht ?

Fred

dd3ji
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Beitrag von dd3ji » So 19. Mai 2013, 15:11

Da hast Du etwas falsch verstanden, der Lingua ist bei DB0GWG eingebaut weil man dort die Technik nicht so hinbekommt das der RX ruhig ist.

Und Ctcss scheut man da ja wie der Teufel das Weihwasser.

Das hat sich jetzt nur nachteilig ausgewirkt beim Test, da der Lingua das D-Star Signal als Rauschen interpretiert hat und zurückregelte, kam aber trotzdem durch.

GWG ist kein D-Star Repeater !

73 de Frank

dj7ww

Beitrag von dj7ww » So 19. Mai 2013, 18:15

db6zh hat geschrieben:
Hallo Frank und Peter, hätte ja sein können, via Mod-Index, extra Filter ......
Hallo Peter,

Der Modulationsindex steht in direktem Verhältnis zur Modulationsfrequenz.
Und die Sendebandbreite hängt von beidem ab.

73
Peter

db6zh
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Beitrag von db6zh » So 19. Mai 2013, 21:19

dj7ww hat geschrieben: ... Der Modulationsindex steht in direktem Verhältnis zur Modulationsfrequenz. Und die Sendebandbreite hängt von beidem ab.
Hallo Peter, das ist bekannt. Die Frage ist nur, ob - wo - und wie evtl. bis zur Antenne begrenzt oder gefiltert wird. Es wird ja nicht erst direkt an der Antenne moduliert. Entscheidend ist, welche Bandbreite nachher "in die Luft geht".
73 Peter

Nachtrag 20.5.2013: ich trage hier auch drei URLs nach, die ich zum Thema gefunden habe:
http://www.ussc.com/~uvhfs/dstar_testing.html
http://www.ussc.com/~uvhfs/freqfaq1.sht ... icequality
http://www.ussc.com/~uvhfs/dstar_codec_behavior.html
Weiterhin läuft ein thread parallel http://forum.db3om.de/ftopic18577.html

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