Seite 1 von 1

Neue Regelungen zu 50 MHz - jetzt auch Klasse E

Verfasst: So 10. Mai 2020, 17:03
von dk4vw
Damit die Meldung auch in diesem Forum festgehalten wird:

Neue Duldungsregelung für 50 MHz mit deutlichen Verbesserungen

In der MItteilung 111 aus dem Amtsblatt 08/2020 vom heutigen Tage hat die Bundesnetzagentur eine erste vorläufige Umsetzung der WRC-Ergebnisse zum 6-m-Band vorgenommen. Dem Antrag des Runden Tisch Amateurfunk von Anfang März wurde in folgendem Umfang mit einer erweiterten Duldungsregelung entsprochen: Frequenzbereich 50,000 MHz–52,000 MHz, sekundär; Bandbreite max. 12 kHz; Sendearten: alle; Antennenpolarisation: horizontal; Contestbetrieb: zulässig.

Neben dem – basierend auf dem Ergebnis der WRC19 – erweiterten Frequenzbereich von 50 bis 52 MHz ist vor allem eine deutlich verbesserte Leistungsregelung für das Subband 50,000–50,400 MHz verfügt worden.

So dürfen Inhaber einer Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst der Klasse A („A-Lizenz“) in diesem Bereich nun mit maximal 750 W PEP senden, Inhaber einer „E-Lizenz“ mit 100 W PEP. Im übrigen Band gilt wie bisher für alle die Begrenzung auf 25 W PEP.

Diese für den Amateurfunk sehr positive Leistungsregelung ist auch Ergebnis einer seit Ende 2018 laufenden Gesprächsreihe zwischen dem Primärnutzer Bundeswehr und dem Referat Frequenzmanagement des DARC (DK4VW und DF2ZC). Hier ist mittlerweile eine sehr sachorientierte und vertrauensvolle Basis der Zusammenarbeit mit dem militärischen Frequenzmanagement hergestellt worden. Diese Fortführung der bisherigen Duldungsregelung in nunmehr erweiterter Form gilt bis zum 31.12.2020 oder bis zum Inkrafttreten einer überarbeiteten Frequenzverordnung – je nachdem, was früher der Fall ist. Darüber berichtet Bernd J. Mischlewski, DF2ZC, vom DARC-Referent Frequenzmanagement.

Re: Neue Regelungen zu 50 MHz - jetzt auch Klasse E

Verfasst: Mo 11. Mai 2020, 16:52
von dl8sfz
Hallo Ulli,
danke fürs Einstellen. Noch eine Frage dazu: Kann man es abwägen, ab wann auch bei uns die vertikale Polarisation zulässig ist? Und auch, ab wann man Mobil Betrieb machen darf?
Gruß Stefan

Re: Neue Regelungen zu 50 MHz - jetzt auch Klasse E

Verfasst: Di 12. Mai 2020, 17:06
von df5ww
Hi Stefan, ich Denke das liegt weniger an der BNetzA sondern an der Idee des Primärnutzers das eine vertikale
Polarisation Beeinflussungen in deren vertikalen Geschichten hervorrufen könnte. Eigentlich Quatsch weil die
Polarisation bei Reflexionen (egal ob ES oder Tropo & Co.) durchaus mehrfach gedreht werden kann.

Was bisher erreicht wurde finde ich auf jeden Fall toll auch wenn ich nur kleine Leistungen nutze, aber jetzt sind
diejenigen mal legal die auf die 25 W PEP gepfiffen haben. Ein paar davon kenne ich und ist kein Hörensagen, HI.

Das ärgste was mir schon untergekommen ist waren 600 W auf 6m in FT8 ... :roll: :roll:

By the way, als Nichtmobilist kann ich auf Mobilbetrien verichten und Relais bräuchte ich schon garnicht aber
da ist halt jeder Jeck anders. Mak schauen was künftige Verhandlungen mit der BW so ergeben. Die Leutchen
vom Referat bleiben da sicher dran.

Was mir eher liegen würde wäre ein passenderer Frequenzbereich auf 4m mit einigen KHz mehr so das man
nicht unbedingt immer auf Split angewiesen ist. Aber auch da wird sich sicher noch was tun.....

:wink: :wink:

Re: Neue Regelungen zu 50 MHz - jetzt auch Klasse E

Verfasst: Mi 13. Mai 2020, 11:30
von dk4vw
Der Schwerpunkt bei den Gesprächen mit dem primären Nutzer lag darin, trotz des sekundären Status, neben mehr Spektrum, deutlich mehr Leistung gestattet zu bekommen.

Insofern sind wir dankbar, dass aus 25 Watt ERP (also Strahlungsleistung) zu Beginn der 6-m-Aktivitäten, dann später 25 Watt PEP (Sendeleistung) gestattet wurden.
Im Hinblick auf die maximalen Leistungen auf anderen VHF-Bändern wurde vom Referat (dann RTA) vorgeschlagen in dem Bandsegment, was hauptsächlich für DX-Kommunikation genutzt wird, die gleichen Werte zu haben.

Über die vorgeschriebene vertikale Polarisation der Antennen und automatische Stationen kann man sicher noch diskutieren.
Man könnte darüber nachdenken, ob z.B. mit dann weniger Leistung die gewünschte Entkopplung zu Anwendungen des primären Nutzers auch erzielt werden kann. Ob aber z.B. 6-m-FM-Relais so wirklich wichtig sind, wenn schon viele Relaisfunkstellen auf 2m und 70cm für lokale Verbindungen wenig benutzt werden?

Einige werden sich sicherlich noch an die Anfänge auf 50 MHz erinnern; dass nun nach etwa 30 Jahren solch ein Status mit doch guten Betriebsbedingungen für beide Lizenzklassen erreicht wurde, hätte wohl niemand zu Beginn gedacht.

73 Ulli
DK4VW

Re: Neue Regelungen zu 50 MHz - jetzt auch Klasse E

Verfasst: Mi 13. Mai 2020, 16:52
von df5ww
Wohl wahr Uli, das habt ihr, auch Dank eurer Bemühungen bei der Konferenz, toll hinbekommen. Mich reizt dabei halt eben
der erweeiterte Bereich weil die Leistungen die ich hier verwende noch unter den vormaligen 25W ERP und PEP lagen und
liegen. Also nicht Brandwichtig für mich, HI. Aber schön das jetzt auch DO auf 6m darf.

Vielleicht mal die BNetzA mit der Nase drauf stossen das damals C alle zugewiesenen AFu-Bänder oberhalb 30 MHz durfte.
Sollte man für DO auch einführen um zu vermeiden das andauernd auf befristete Zugänge gewartet werden mus wie bspw.
für 2,4 und 5 GHz. Viele DO´s würden sich freuen dauernd via QO-100 und Hamnet arbeiten zu können und vielleicht bringt
das auch einige DARC Verweigerer dazu sich doch dem Verein anzuschliessen ....

;-) :-)

Re: Neue Regelungen zu 50 MHz - jetzt auch Klasse E

Verfasst: Do 14. Mai 2020, 13:20
von DF9HC
df5ww hat geschrieben:
Mi 13. Mai 2020, 16:52
Vielleicht mal die BNetzA mit der Nase drauf stossen das damals C alle zugewiesenen AFu-Bänder oberhalb 30 MHz durfte.
Die Klasse C unterschied sich aber m.W. von anderen Klassen nur darin, dass es keine Morseprüfung gab während die heutige Klasse E nur eingeschränkt Technikkentnisse abfragt also nicht direkt vergleichbar ist.

Re: Neue Regelungen zu 50 MHz - jetzt auch Klasse E

Verfasst: Fr 15. Mai 2020, 18:23
von df5ww
DF9HC hat geschrieben:
Do 14. Mai 2020, 13:20
Die Klasse C unterschied sich aber m.W. von anderen Klassen nur darin, dass es keine Morseprüfung gab während die heutige Klasse E nur eingeschränkt Technikkentnisse abfragt also nicht direkt vergleichbar ist.
Das Wissen ist leider falsch. Es gab zwar für alle 3 Klassen den gleichen Fragenpool aber Unterschiede in
den korrekt beantworteten Prozentsätzen. So brauchte C 50%, A 65% und B75% in der Technik. Betriebs-
technik und Gesetze waren gleich und bei A kam noch Morsezusatzprüfung mit 30 BPM und bei B mit 60 BPM
dazu. Hab sie alle 3 gehabt wobei ich gleich auf Anhieb die Theorie für B bestanden hatte. Hab dann erstmal
C mitgenommen, dann auf A aufgestockt mit Morsen und nochmal auf B mit morsen ... Das war 1982 und 83.

:wink: :wink:

Re: Neue Regelungen zu 50 MHz - jetzt auch Klasse E

Verfasst: Di 19. Mai 2020, 10:48
von DF9HC
df5ww hat geschrieben:
Fr 15. Mai 2020, 18:23
Das Wissen ist leider falsch. Es gab zwar für alle 3 Klassen den gleichen Fragenpool aber Unterschiede in
den korrekt beantworteten Prozentsätzen. So brauchte C 50%, A 65% und B75% in der Technik.
Aha ok, danke für die Info, das war mir neu. Dann ist es ja doch etwas vergleichbarer mit der heutigen E wobei die wohl doch noch etwas einfacher ist, 33% der Technik-Fragen von Klasse A.

73

Re: Neue Regelungen zu 50 MHz - jetzt auch Klasse E

Verfasst: Di 19. Mai 2020, 19:00
von df5ww
Eigentlich sowieso egal. Für mich halt immer ein Unsinn begrenzte Freigaben von Jahr zu Jahr zu erneuern. Gerade bei Frequenzen die sowieso fest zugeteilt sind für den AFu-Dienst. Als es um begrenzte Freigabe auf 6m ging war Klasse A im Vorzug, genau wie jetzt bei 4m. Sollte auch so sein, aber wenn ein AFu-Band mal fest zugeteilt wird und es sich oberhalb 30 MHz befindet sollte auch DO davon partizipieren. Da man jetzt als DO 6m schon darf wird es auch nur eine Frage der Zeit sein bis 4m irgendwann mal als AFu-Band freigegeben wird, dann hat auch dort DO vermutlich Zugriff, warum also nicht schon jetzt weg von Befristungen bei Frequenzen die das 13 cm Band betreffen. 3 cm durfte DO schon immer aber bei Downlink QO-100 braucht es da eigentlich nur einen RX. Transceive via QO-100 geht ja nicht.

:evil: :!: :?:

Re: Neue Regelungen zu 50 MHz - jetzt auch Klasse E

Verfasst: Di 19. Mai 2020, 21:05
von db6zh
df5ww hat geschrieben:
Fr 15. Mai 2020, 18:23
DF9HC hat geschrieben:
Do 14. Mai 2020, 13:20
Die Klasse C unterschied sich aber m.W. von anderen Klassen nur darin, dass es keine Morseprüfung gab während die heutige Klasse E nur eingeschränkt Technikkentnisse abfragt also nicht direkt vergleichbar ist.
Das Wissen ist leider falsch. Es gab zwar für alle 3 Klassen den gleichen Fragenpool aber Unterschiede inden korrekt beantworteten Prozentsätzen. So brauchte C 50%, A 65% und B75% in der Technik. Betriebs-technik und Gesetze waren gleich und bei A kam noch Morsezusatzprüfung mit 30 BPM und bei B mit 60 BPM dazu. Hab sie alle 3 gehabt wobei ich gleich auf Anhieb die Theorie für B bestanden hatte. Hab dann erstmal C mitgenommen, dann auf A aufgestockt mit Morsen und nochmal auf B mit morsen ... Das war 1982 und 83. :wink: :wink:
Hallo Jürgen, dann machen wir den Dauerbrenner doch gleich richtig: bis 1981 stimmt DF9HC in so fern, daß bis dahin A/B (Prüfung nur A, A->B 1 Jahr Wartezeit und gutes Benehmen :-) ) und Klasse C (ab 1967) sich ausschließlich nur durch CW unterschieden, gleiche Fragen, gleiche Punkte erforderlich, kein Zeugnis, nur Bestanden ja/ nein. Deine Erklärung gilt ab 1981. Ich war (in den 70ern) bei CW (60BpM) durchgerasselt und habe formlos umschreiben lassen. Es ging auch anders herum, bis 1981, nach C nur noch CW (60BpM) => A +1 Jahr =>B. Es gab zwar Fristen zur CW-Prüfung, die aber immer wieder verlängert wurden und nie zum Tragen kamen. Bei der A/B 1-Jahres-Frist bin ich mir nicht sicher, ob die vor 1981 nicht bereits gekippt wurde
73 Peter

Re: Neue Regelungen zu 50 MHz - jetzt auch Klasse E

Verfasst: Mi 20. Mai 2020, 8:07
von dl3baa
db6zh hat geschrieben:
Di 19. Mai 2020, 21:05
....Es ging auch anders herum, bis 1981, nach C nur noch CW (60BpM) => A +1 Jahr =>B. Es gab zwar Fristen zur CW-Prüfung, die aber immer wieder verlängert wurden und nie zum Tragen kamen. Bei der A/B 1-Jahres-Frist bin ich mir nicht sicher, ob die vor 1981 nicht bereits gekippt wurde
73 Peter
Ich habe im Herbst 1981 als C-Lis ,bei der Übergangsfrist von 5 Jahren zur Nachprüfung zur A-Lis (Tempo 60 Normmorseschrift), meine A-Lis erhalten!

Mein Call stand so auch als A-Lis in dem Callbook der Post.
Nach einem Jahr wurde sie automatisch auf B-Lis geändert.

Das nur als Ergänzung.

Re: Neue Regelungen zu 50 MHz - jetzt auch Klasse E

Verfasst: Di 2. Jun 2020, 8:13
von dl8sfz
Hallo zusammen,
bezüglich zu den neuen Zugangsvoraussetzungen: Hat schon jemand einen aktualisierten Bandplan für das 6m-Band gesehen, der etwas mehr wiedergibt als dass wir von 51-52 MHz jetzt Betrieb machen dürfen? Wird der dann an den Bandplan von OE angelehnt?
Gruß
Stefan

Re: Neue Regelungen zu 50 MHz - jetzt auch Klasse E

Verfasst: Di 2. Jun 2020, 11:08
von df5ww
Hallo Stefan,

den aktuellen Bandplan, der auch das weitere MHz berücksichtigt, findest Du hier: https://www.darc.de/fileadmin/filemount ... i_2020.pdf.

Da wir ja derzeit erstmal eine befristete Zulassung haben wird der neue Bereich vermutlich dann genauer aufgeschlüsselt
wenn die dauerhafte Freigabe erfolgt ist.

:wink: :wink:

Re: Neue Regelungen zu 50 MHz - jetzt auch Klasse E

Verfasst: Di 2. Jun 2020, 19:32
von dl8sfz
Danke Jürgen! Das ist zumindest schon mal ein Anfang, den hatte ich per Suche noch nicht gefunden, nur den "Alten".
Gruß
Stefan

Re: Neue Regelungen zu 50 MHz - jetzt auch Klasse E

Verfasst: Mi 3. Jun 2020, 18:00
von df5ww
Kein Thema, aber das der DARC eigentlich immer die R1 Bandpläne der IARU herannimmt wird er vermutlich
so aussehen .... https://www.iaru-r1.org/wp-content/uplo ... ndplan.pdf